Tag der Einheit?

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GreenTara
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Tag der Einheit?

Beitrag von GreenTara » Di 3. Okt 2017, 12:16

Hallo zusammen :)

es ist wieder soweit: Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Vor 27 Jahren trat die DDR der BRD bei - und von einer Vereinigung zweier Gleichberechtigter kann und konnte wohl nicht die Rede sein. Bis heute sind die Unterschiede wahrnehmbar, was sich bei der kürzlichen Bundestagswahl deutlich zeigt. Das gute Abschneiden der AfD in den "neuen" Bundesländern ist eine Form des Ausdrucks dieser Differenzen. Das Versprechen der "blühenden Landschaften" hat sich für kaum jemanden erfüllt. Nicht nur die ehemaligen Bürger der DDR haben ihr Land verloren, auch die "Westler" haben ihr Land verloren. Jedoch ist dies im "Westen" nicht so deutlich erkennbar, weil weniger krass.

Damals hätte man die Chance gehabt, eine Verfassung zu installieren und sich das Beste aus beiden Systemen herauszusuchen und umzusetzen. Denn nicht alles in der DDR war schlecht und nicht alles in der BRD gut. Chance vertan und nun stehen wir da und sollen das feiern, was für Otto Normalbürger eher kein Gewinn war. Der gravierendste Verlust für die Bürger der DDR ist sicher das, was Susan Bonath beschreibt:
Es war nicht der Sozialismus, den Marx voraus geträumt hatte. Das lag nicht nur an der Führung, sowie auch die DDR nicht nur an inneren politischen Widersprüchen zerbrach. Es lag vor allem an wirtschaftlichen Abhängigkeiten vom westlichen Markt. Es mangelte an Rohstoffen, an Devisen. Als Gorbatschow die Sowjetunion aufgab, zerfiel die wichtigste Struktur, die die DDR am Tropf gehalten hatte. Kein kleines Land hätte unter diesen Bedingungen einen Sozialismus aufbauen können, selbst, wenn es das gewollt hätte.

Nichtsdestotrotz gaben die Menschen der DDR die wichtigste Errungenschaft auf, die Arbeiter der Neuzeit erringen konnten: Die Produktionsmittel. – Sämtliche Betriebe, Millionen Wohnungen, die Banken – sie gingen an westdeutsche Unternehmer. Die Mieten stiegen schneller als die Löhne. Arbeitsämter schossen wie Pilze aus dem Boden. Das Bauernland kam zurück in Junkerhand.

Der Raubzug war allgegenwärtig Auch in der Politik. Die höchsten Posten waren besetzt von Westdeutschen – um den Ossis die bürgerliche Demokratie beizubringen!

Quelle: https://kenfm.de/tagesdosis-2-10-2017-einheitsheuchelei/
Innen Grundgesetz, außen Wiedervereinigung:
BRD - DDR.png
BRD - DDR.png (155.26 KiB) 476 mal betrachtet

Neptun als Herrscher von 2 im Innenkreis auf dem AC desselben lässt schon nichts Gutes ahnen, denn das sieht nach materiellen Verlusten aus; Neptun/AC ist zudem angelegt als Quadrat des Neptuns zum AC des GG. Zugleich beinhaltet der Herrscher von 2 auf dem AC eine Venus/Mars-Konstellation, die sich über die Konjunktion der beiden wiederholt. Da wird am "Fleisch" herumgeschnitten - und so war aus ja auch: Die DDR wurde regelrecht "filetiert" und über die Treuhand wurden viele Betriebe, die Menschen ein Einkommen sicherten, verscherbelt und zerstört. Die durch diesen Prozess "Freigesetzten" übten auch großen Druck auf den Arbeitsmarkt im übrigen Bundesgebiet aus. Viele Arbeitslose schwächen die Verhandlungsposition aller Arbeitnehmer. Sie sind in mehrfacher Hinsicht die Verlierer: Bei den Einkommen, im Gesundheitswesen, in der Bildung, bei den Renten und als Mieter. Und der Verfall des Gemeinguts wird unter anderem auch weiterhin sichtbar an zerbröselnder Infrastruktur - Neptun/AC lässt grüßen.

Als ich vor beinahe 28 Jahren mit meinem kleinen Sohn an der Hand an einem innerdeutschen Grenzübergang stand, um die "Ossis", die in ihren Trabis in den Westen rollten, zu begrüßen, hätte ich mir nie träumen lassen, dass die ersehnte Wiedervereinigung überwiegend Verlierer produziert. Nein, der Tag der Einheit animiert mich nicht dazu, zu feiern.

Viele Grüße
Rita

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Beitrag von Jan Martin » Di 3. Okt 2017, 13:41

Nach all diesen Deinigen sehr linken und für mich schwerst einseitigen Ausführungen, guckst Du zur Erheiterung mal auf die deutsche Hauptseite von Google, die ham' 'ne lustige Grafik zur Feier des Tages ...

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Beitrag von GreenTara » Di 3. Okt 2017, 17:29

Hallo Jan :)
Jan Martin hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 13:41
und für mich schwerst einseitigen Ausführungen
Du kannst ja eine mehrseitige Ausführung entgegenstellen. Vielleicht das, was aus deiner Sicht ganz toll gelaufen ist oder läuft. So etwas zum Beispiel?

Dienstag, 3. Oktober 2017: Regierung erhöht Flaschenpfand, um Altersarmut zu bekämpfen

:cool: :yellowgrin:

Schöne Grüße
Rita

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Beitrag von GreenTara » Di 3. Okt 2017, 18:51

Ergänzend - ohne Kommentar:

Horoskop Tag der Deutschen Einheit - Was erwartet Deutschland nach dem 3. Oktober 2017?" (YT-Video)

Thx an Mythopoet für den Fund samt Link
Rita

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Tag der Einheit?

Beitrag von Seschat » Do 5. Okt 2017, 11:53

Hallo liebe Astrologie Freunde

Auch von mir ein Resümee des Wahlausganges und ein astrologische Betrachtung (in 2. Teile).

Zum Zeitpunkt des Mauerfalles standen sich keine gleichberechtigten Partner gegenüber.

Die DDR hat sich schlucken lassen und die BRD hat bevormundet! Nun muss ´die Suppe ausgelöffelt´ werden und wenn ich das derzeitige Wahlergebnis am 24. Sept. 2017 sehe, frage ich mich schon, wo steht jeder einzelne von uns, und wie kann das Problem (Zerrissenheit) gelöst werden?

Ich bin eine Befürworterin der Wiedervereinigung, habe ich doch als Kind vor dem Bildschirm gesessen und den Mauerbau schweigend angesehen und das Elend und die Todessprünge von Menschen gesehen. Es wiederstrebt mir zutiefst, Menschen der Freiheit zu berauben.

Auf das zuvor Gesagte muss ich feststellen, dass immer wenn Menschen die Vergangenheit ´unter den Teppich kehren´, holt diese Vergangenheit sie wieder ein.

Die BRD hat sich nicht (Jahrzehntelang) der Nazi Vergangenheit gestellt und die DDR sich nicht dem Bespitzelungsstaat der Stasi.

Nun, der Verdruss ist groß, denn Ärger gab es auf beiden Seiten. Die Quintessenz war, in der BRD gab es die Baader- Meinhof Bande (RAF) und die Versäumnisse der DDR führten direkt oder indirekt in die PEGIDA in Dresden bis hin zur AFD Gründung.

Man kann festhellen, dass in Sachsen der CDU Ministerpräsident sein Volk verloren hat.

Aber auch die Führungs- Riga der letzten Jahrzehnte in der Bundesrepublik haben die Ängste und Sorgen der Menschen nicht erkannt, den Wandel der Zeit haben wir alle nicht begriffen, zu sehr unterwarf man sich der Diktatur von Geld und Industrie, wohlwissen, dass ganze Gruppen von Bürgern, also Menschen in unserem Land, abgehängt werden.

Mit einer Kanzlerin die glaubt gewappnet zu sein für eine 4 Amtsrunde und mit politischer Führungsschwäche ihre Fehler nicht zugeben will.
Das immer noch Menschen sie gewählt haben liegt für mich daran, dass ihr Neptun am MC die reine Projektion derer ist, die glaube, sie sei das kleinere Üble.

Das Verhalten der Kanzlerin, ihr Äußerungen nach der Wahl spricht Bände. „Na, wenn ich dann Verantwortung übernehmen muss, dann tue ich das“ hört sich halbherzig an und sie kapiert nicht, dass es mit auch ihr Verdienst ist, das es die AFD überhaupt gibt.

Nun zum astrologischen Teil.

Die Geburtsstunde der BRD
BRD Gründung (Grundgesetz) 24. Mai 1949 / 00:00 h / Bonn

Die derzeitigen Transite und mein Versuche zu deuten folgen im 2. Teil.
Dateianhänge
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Beitrag von Seschat » Do 5. Okt 2017, 12:12

2. Teil



Die derzeitigen BRD Transite




Der t Jupiter im 9. Haus
Im 9. Haus fühlt sich der Jupiter normalerweise wohl, geht es hier darum, den gelegentlich vorhandenen geistigen Hochmut in den Griff zu bekommen, den Menschen in unserem Lande ist es bewusst, dass diverse Politiker, sich über ihre eigene Bedeutung und dem Zusammenhang unsers Landes nicht bewusst sind, und vor den Aufgaben vor denen wir stehen. Jupiter zeigt eine Seite von falschem Stolz und wie es sich weiter entwickelt werden wir sehen.

Der t Saturn im 12. Haus
Saturn sorgt für Klarheit oder Stagnation, und bei diesem Transit könnte eine längere Phase der Introspektion vor uns liegen, wenn man die Chance nutzt, in der wir grundlegend Rechenschaft ablegen müssen um dann, wenn Saturn über den Aszendenten in das 1. Haus wandert, intensiv an den Probleme arbeiten müssen.

Was war in den letzten Jahren wichtig, was haben wir n i c h t angepackt? Saturn konfrontiert uns mit den Schwachstellen. Wir müssen sehen, was alles liegengeblieben ist. Übermäßige Kritik kann uns nur weiter bringen, wenn diese ehrlich ist und niemanden zurücklässt.


Der t Uranus im 3. Haus
In dieser Zeit müssen wir Kommunikationskonzept ändert. Das sollte uns nicht abschrecken, einen geistigen Tapetenwechsel zu vollziehen. Nur wenn wir uns auf Veränderungen einlassen, und uns anstrengen, wird am Ende des Tunnels ein neues Weltbild auf und warten. Ob nun die Menschen in unserem Land das geschlossen hinkriegen, wird sich zeigen, wenn Uranus in den Stier gewandert ist, denn hier wartet eine ganz andere Qualität auf uns.


Der t Neptun im 1. Haus
Neptun im 1. Haus sorgt für schwer durchschaubare Ziele, und wie wir von der Welt wahrgenommen werden und die inneren Zuständen unsers Landes sind nicht erkennbar, denn der nächste Aspekt zeigt, welche Richtungen bez. welche Versäumnisse auf uns lauern.

Der t Neptun im Quadrat mit Venus
denn - es könnte sein, dass wir Menschen anlocken und brauchen, (gedrehte Alterpyramide) aber wir uns gleichzeitig überschätzen oder falsche Allianzen eingehen und Beziehung auf Abstand halten. Eine Willkommenskultur weicht unklaren Absprachen mit Land und Leute und wir sehen uns schwelgen, durch eine Hilfbereitschaft und doch das Leid nicht abstellen können und helfen zu wollen. Gleichzeitig uns die Füße aber nicht nass machen wollen. Klinisch rein bleiben, lieber zum Märtyrertum bereit sein, als klare Absprachen treffen und ein halten.

Neptun verschleiert die Sicht auf die umgebenden Dinge, weswegen man enttäuscht ist. Wir sollten dingend darauf achten, so ehrlich wie möglich zu sein und mit unserem Verhalten keine überzogenen Erwartungen wecken.

Möglicherweise glauben wir auch, dass wir mit den Herausforderungen nicht zurechtkommen?!

Der t Pluto im 1. Haus
In dieser Entwicklungsphase zeigt sich eine tiefgreifende Veränderung des Landes, das eher subtil vor sich geht, es kommt zeitweilig auch zu einem Ausbruch tiefsitzender Ängste, besonders wenn Pluto auf seiner Reise durch das 1. Haus andere Planeten wie jetzt gerade mit dem Mond berührt.

Pluto verspürt Machtgelüste, will entreißen und wieder aufbauen, daher werden wir in den unmittelbaren Entscheidungen manipuliert. Aber wie will man das verhindern? Pluto wird uns solange in die Knie zwingen, bis unser Ego umgeformt ist, aber wie kann das für ein ganzes Volk geschehen?

Denn es kommen schließlich Veränderungen und Anforderungen einer Gemeinschaft dabei heraus. Wir werden erst nach Abschluss dieser „Prüfung“ erkennen, WAS und WIE es gebraucht wird.

Der t Pluto im Quadrat mit Mond
Wir spüren unsere große Verletzlichkeit und erkennen, welchen Schaden Menschen zugefügt wird - alle eingeschlossen. Unsere Gefühle werden in dieser Phase kräftig durcheinandergebracht, und alle werden gezwungen, über längerer Zeit sich intensiv mit den eigenen inneren Vorgängen zu beschäftigen.

Wer ist das Volkes, wie stark ist die Identität und wie stark kommen verdrängte Konflikte an die Oberfläche und wollen endlich gelöst werden?!

Ein Volk muss sich den Vorgängen der Vergangenheit stellen, denn hier liegt der Schlüssel für Veränderung. (Das sagt man ja schließlich auch Ratsuchende in Einzelsitzungen).

Wie bei allen Pluto-Transiten geht es hier um Transformation, und alle Tabu-Themen zu zulassen. Wir sind gefordert, "Ordnung" in unsere Geschichte zu bringen.

Vielleicht erkennen wir erst am Ende dieses Transits, dass wir uns von den Menschen, den Nachbarn distanziert haben, siehe Griechenland und der innere Druck wurde noch erhöht, um in die falsche Richtung zu gehen. Das ist vermutlich erst abgeschlossen, wenn Pluto den Steinbock verlässt.

Der BRD Gründung Ac ist nun mal die Steinbock- Energie und das passt meines Erachtens sehr gut zur Deutschland.


Im Gründungsdatum gibt es ein Mars Pluto Aspekt der sich nun in Form von einem Trigon zeigt.

Der t Pluto im Trigon mit Mars
Abhilfe kann dieser Transit bringen, indem wir das Leben in der BRD selbst in die Hand nehmen und eine neue Zukunft kreieren. Losgelöst vom Westen und den USA und dem Nato Bündnisse. ect.

Der Mensch und die Nachbarschaft (Europa) sollte im Mittelpunkt vom Miteinander stehen und nicht Geld und Konzerne und Interessen von anders gelagerten Ländern.

Wir müssen uns von der Bevormundung oder Unterdrückung zur Wehr setzen.

Die größten Veränderungen passierten in der Vergangenheit mit Durchsetzungswillen, und ein Erkennen führt zu mehr Selbstwertgefühl und Freiheit, die in den Köpfen noch nicht stattgefunden hat. Pluto ist der Herrscher über das MC und hier liegt die eigentliche Identifikation mit unserer Geschichte.


Eine Reise, die zur Identität führt, braucht Zeit/ Kraft, und ein solides Fundament, um jeden mitzunehmen (Arm und Reich, Alt und Jung) und niemand wird zurückgelassen.

Die Gesellschaft wandelt sich unaufhörlich, ob die Skorpionische- Energie in dem BRD Radix das schafft, ich weiß es nicht, aber versuchen müssen wir es auf jeden Fall.

Nachdenkliche Grüße
Seschat

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Tag der Einheit?

Beitrag von Ista » Do 5. Okt 2017, 15:59

@Greentara
Susan Bonath hat die Sache scheinbar nicht so recht verstanden. Gorbatschow „gab nicht die Sowjetunion“ auf. Er ist und war überzeugter Kommunist und wieso sollte er die Sowjetunion aufgeben, wenn er vom Kommunismus überzeugt war? Als er vom „gemeinsamen Haus Europa“ sprach, meinte er nichts anderes, als die Ausdehnung des Sozialismus auf ganz Europa. Es gibt unzählige Zitate und Mitschriften (oder auch Bücher) von ihm und über ihn. Am 26.11.1989 in Moskau: „Europa vereinigt im Handelsrahmen der EWG ist nur der erste Schritt für ein Ziel, das vielleicht viel mehr Zeit braucht...Das wahre Ziel ist das gesamte Europa.“ Das sind nicht nur Träume eines Marxisten, das ist reale Vorstellung, das ist Plan und das ist der große Plan der Internationalisten/Globalisten.
Gorbatschow, dem klar war, dass die EU zunächst nur erfolgreich sein könnte, wenn sie wettbewerbsfähig wäre, sagte: „Lasst die Konservativen die Verantwortung dafür übernehmen, die Wirtschaft zu reorganisieren. Die Kommunisten sollten sich darum kümmern, zeitgemäßere Slogans zu entwickeln.“
Die DDR hätte – hätte sie denn gewollt – sich einfach selbständig machen können mit ihrem einzig richtigen sozialistischen Ansatz. Warum hat sie es nicht gemacht? Es gab noch genügend sozialistische Regierungen, die ihnen sicherlich gern geholfen hätten.
Haben die Russen sie nicht frei gelassen, anders als mit Westdeutschland geschehen, das amerikanisch besetzt war und ist? Hatten sie nicht auch das, was Deutschland seit Jahrhunderten hatte und stark gemacht hat, geistiges Potential, Fleiß, Gemeinsinn?
Hier erkennt man einen der großen Probleme des Sozialismus: Die Leute lernen nicht, selbständig zu denken. Sie sind angepasst an das sozialistische Ideal, das ja auch uns seit einigen Jahren mit seiner „politischen Korrektheit“ lähmt; sie sind umerzogen zugunsten des „sozialistischen Menschenbildes“. Erkennt ihr alleine diese ungeheuerliche Gefahr? Warum haben sie (die DDR) es mitgemacht, dass die Treuhand die DDR-Unternehmen ausgeschlachtet hat und an amerikanische (nicht deutsche) Unternehmen verschachert hat? In Sowjetrussland ist gleichzeitig übrigens dasselbe passiert. Die russischen Unternehmen kamen in die Hände von internationalen Konzernen.

@Seschat
Die BRD mit der DDR gleichzusetzen, ist ungerecht. Die BRD hatte eine 12-jährige Diktatur, die Ostdeutschen (seit 1933) 56: 56 Jahre Indoktrinierung irgendwelcher ideologischer, inhumaner und die menschliche Freiheit und das Denken beeinträchtigender Theorien. Dazu die gefängnisähnliche Situation, die Kontrolle bzw. das permanente Spitzeltum.
Und dass die Versäumnisse in der (ehemaligen) DDR zur AFD führten, halte ich für eine gewagte These. Wenn du (West)Deutsche fragst, warum sie die AFD wählen, dann sind es die unausgesprochenen und verdrehten Wahrheiten, und die nicht vorhandene Problembewältigung der seit Jahren regierenden Einheitspartei (seit dem ersten Rettungsschirm!). Die AFD spricht die Themen an, ob sie sie hinterher, d.h. als gewählte Parlamentarier, auch in die Hand nimmt, wird man sehen. Dass die Ossis da empfindlicher reagieren als wir Wessis, kann man fast verstehen. Sie wissen, wie ein Staat lügen kann.

Zur Deutung des Grundgesetzhoroskops:
Ich habe leider Probleme, unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit in diesem Horoskop zu sehen: Der AC-Herrscher (Allgemeinzustand eines Volkes) = Saturn im 8. Haus, die beiden MC-Herren (Mars und Pluto) im Quadrat zueinander, einer davon auch in 8 (Tod, Verderben, Abhängigkeit) ist für mich persönlich kaum nachvollziehbar. Beide Herrscher Saturn und Mars im Exil, Mars im Quadrat zu Pluto. Kommt mir eher wie eines der Kirchenlieder vor: „...Volk in Banden...“.

Gruß

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Tag der Einheit?

Beitrag von Seschat » Do 5. Okt 2017, 18:18

Hallo Ingrid :)


danke, dass du auf mein Statement eingehst und einige Fakten beisteuerst.
Ista hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 15:59
Die BRD mit der DDR gleichzusetzen, ist ungerecht.
Warum erweckst du den Eindruck, dass ich das mache?
Lies bitte meine Einführung nochmals durch, denn da steht, schwarz auf weiß, wie ich das sehe.
Seschat hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 11:53

Zum Zeitpunkt des Mauerfalles standen sich keine gleichberechtigten Partner gegenüber.
Die DDR hat sich schlucken lassen und die BRD hat bevormundet!
Mag sein, das wir zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen mir ging es doch nur darum, es astrologisch zu untermauern.

Ista hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 15:59
Zur Deutung des Grundgesetzhoroskops:
Ich habe leider Probleme, unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit in diesem Horoskop zu sehen: Der AC-Herrscher (Allgemeinzustand eines Volkes) = Saturn im 8. Haus, die beiden MC-Herren (Mars und Pluto) im Quadrat zueinander, einer davon auch in 8 (Tod, Verderben, Abhängigkeit) ist für mich persönlich kaum nachvollziehbar. Beide Herrscher Saturn und Mars im Exil, Mars im Quadrat zu Pluto. Kommt mir eher wie eines der Kirchenlieder vor: „...Volk in Banden...“.
Tatsache ist, dass an diesem Tag das Grundgesetz in Kraft trat und sich die dazu kommenden Ostbürger, diesem Gesetz unterwarfen.

Man könnte sich noch Gedanken darüber mache, ob der 3. Okt. 1990 / 00:00 h / Berlin als Grundlage herangezogen werden kann.

Dazu kann ich nur sagen, man kann das 1. Datum verleugnen und nicht wahrhaben wollen, aber Tatsache ist, das es dieses Datum gibt und tatsächlich astrologisch einen Herausforderungen ist, nicht mit üblichen Ansätzen heranzugehen. Für mich ist das auch neu, ein Land zu interpretieren als eine Einzelperson. :cool:

Ich kann sehr wohl unser Wirklichkeit an dieser Radix ablesen, es kommt doch nur darauf an, ob ich in engen Grenzen denke, oder die Interpretationsansätze modern und nicht klassisch, (altmodisch in engen Grenzen) denken, wie deine Wortwahl es sich für mich (für das 8. Haus) darstellt: „Tod, Verderben, Abhängigkeit“ das 8: Haus oder von "Exil" zu sprechen, oder Quadrate = negativ, das 8. Haus hat sehr viel mehr zu bieten.

Schade, dass du an meiner Analyse nur Negative herauspickt, wir beide gehen dann recht unterschiedlich an die Astrologie heran.

Konstruktiv könnte sein, man/frau mal zu prüfen, was sich so in der Vergangenheit an bestimmten Daten gezeigt hat.

Die Höhepunkte (Highlight Daten) und die dunklen & schweren Stunden aller Deutschen. Zum Beispiel der 17. Juni 1953 - habe ich in der Tat noch nie untersucht.


Übrigens arbeite ich seit einiger Zeit mit dem Campanus Häuser System. Demnach fällt der Saturn beim Gründungsdatum ins 7. Haus.
Was auch ganz gut zu passen scheint.

Saturn in 7 = Hemmungen bei Begegnungen mit anderen überwinden. Sich öffnen können und wollen, kommt für Deutsche erst dann in Frage, wenn sie Vertrauen in das Gegenüber gefunden haben.

Der Grund für Zurückhaltung liegt in der gesamten Biographie. Es gibt Menschen die uns Deutsche immer noch extrem vorsichtig begegnen, weil wir als ´mit wenig Einfühlungsvermögen´ gelten oder als ´nicht allzu herzlich´ abgestempelt werden.

Die andere Seite dieser Medaille ist, das Saturn im 7. Haus auf Konzentration und Ausdauer (Umwelt und Partnerschaft) hinweist.
Die sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Gründlichkeit kann hier sehr schön abgelesen werden. Made in Germany war und ist ein Garant und Gütesiegel. Steinbock Ac und Saturn in 7 eine gute Unterstreichung.

Saturn in 7 = sich einmal für Bündnisse entschieden haben, lässt die Deutschen treu und zuverlässig erscheinen, schwerfällig ja, aber auch gegenseitige Förderer in Partnerschaften, dies gilt als reife Entsprechung von Saturn im 7. Haus.


Beste Grüße
Seschat

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Beitrag von GreenTara » Do 5. Okt 2017, 19:23

Hallo zusammen :)
hallo Seschat :)

erst einmal vielen Dank für deine beiden ausführlichen Beiträge. Vor langer Zeit habe ich auch mal damit experimentiert, Staatshoroskope wie Radices zu deuten und die Ergebnisse sind teilweise erstaunlich gewesen. Manches ist allerdings etwas schwierig zu übertragen, unmöglich jedoch nicht.
Seschat hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 18:18
Konstruktiv könnte sein, man/frau mal zu prüfen, was sich so in der Vergangenheit an bestimmten Daten gezeigt hat.

Die Höhepunkte (Highlight Daten) und die dunklen & schweren Stunden aller Deutschen. Zum Beispiel der 17. Juni 1953 - habe ich in der Tat noch nie untersucht.
Halte ich für eine sehr gute Idee; ich habe auch schon in das entsprechende Tageshoroskop gespickt, ebenso in das Tageshoroskop, das auf der Verfassung der DDR basiert. Was auch herausfand: Gegen 13 Uhr wurde am 17. Juni 1953 der Ausnahmezustand in der DDR verhängt. Zur Analyse komme ich jedoch vermutlich vor Sonntag nicht.
Die sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Gründlichkeit kann hier sehr schön abgelesen werden. Made in Germany war und ist ein Garant und Gütesiegel. Steinbock Ac und Saturn in 7 eine gute Unterstreichung.
Kleine Anmerkung, weil wir das schon einmal kurz im Forum diskutiert hatten: Made in Germany war zunächst kein Gütesiegel, sondern sollte die in Groß Britannien in Umlauf befindlichen billigeren deutschen Kopien als minderwertige Ware kennzeichnen. Erst im Laufe der Zeit wurde Made in Germany zu einer Art Garant wie Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer.

Schöne Grüße
Rita

PS. Das Chart des Grundgesetzes, das ich verwendet habe, bezieht sich auf Berlin-Mitte, nicht auf Bonn. Ich war zunächst sehr skeptisch, habe aber gesehen, dass dieses Chart "funktioniert". Auch die Begründung ist nachvollziehbar: Bonn wurde als Ersatz für das geteilte Berlin betrachtet.

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micha
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Beitrag von micha » Do 5. Okt 2017, 20:42

Hallo zusammen,

stelle fest, daß man je nach Methode zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Nach Münchner Rhythmenlehre das Grundgesetz angeschaut mit Placidushäusern. Anlage, Herr von eins in acht: es geht um Leitbilder, Vorstellungen. Steinbock, die sind traditionell. Das klappt in der Realität recht gut. Durchführung: Zwilling, es wird geregelt, gemanagt. Gruppenschicksal zwei Zwilling. Sonne Saturn: Fleißig, der Parasympathikus hat nichts zu melden. Ergebnis: Skorpion: Leitbild, Vorstellung, die mit Pluto in sieben die öffentliche Bühne beherrscht. Nebenaspekt: Mars in vier: der Feind im Heim. Mars Pluto, das Opfer. Wenn man sieht, wer beim Grundgesetz das Sagen hat, das waren nicht die Deutschen, dürfte klar sein, wer Opfer und wer Täter ist. Deutschland ist besetzt. Dann ist Mond Neptun gegeben, ein anderer ist König. Übrigens wird im Siebenerrhythmus der Mond derzeit aktualisiert. Die Themen Empfinden, Heim, Familie, Volk … werden hochgespült. Übrigens zur letzten Bundestagswahl ganz akut: Mond, der von Mars, Neptun und Pluto transitiert wird (Aspekte einschließlich Spiegelpunkte).

Unastrologisch: ein Grundgesetz ist ein Regelwerk für ein besetztes Gebiet, keine Verfassung. Zur derzeitigen öffentlichen Diskussion ein paar provokative Zitate: Junge Freiheit: „Es muß möglich sein, die massiven Probleme muslimischer Einwanderer deutlich anzusprechen. Die Fesseln der Politischen Korrektheit mögen in Frankfurt am Main wirken, in Frankfurt an der Oder ist es um die Deutungshoheit der Tugendwächter schlecht bestellt. Dort wird Klartext geredet und dementsprechend abgestimmt. In Westdeutschland dagegen scheinen viele Menschen entwöhnt, der veröffentlichten, meist moralisch aufgeladenen Meinung zu widersprechen.“ Und Tichy: „Deutschland soll sich den sogenannten Flüchtlingen öffnen – aber nicht den Sachsen. Der Wessi soll sich dem Syrer anpassen, aber nicht dem Ossi, der soll sich gefälligst wessimilieren. Der schon, klar, total. Ossis haben sich ohne Wenn und Aber in das westdeutsche System zu integrieren. Flüchtlinge sollen das nicht. Ihnen werden subventionierte Parallelgesellschaften angeboten und Quoten zum „Haben und Sagen“.
Gegenpol dazu etwa auf Spiegel online unter Herrn Augsteins Kolumnen: „SPON – im Zweifel links.“ Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit liegen. Werde mal beobachten, wie sich die weiteren Auslösungen entwickeln. Vermute mal, daß der Mond und das, was damit zusammenhängt, d.h. Empfinden, Heim, Heimat ..., die nächsten Monate aktuell bleibt.
Viele Grüße
Micha

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Jan Martin
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In welchen Realitäten lebt Ihr?

Beitrag von Jan Martin » Fr 6. Okt 2017, 10:21

GreenTara hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 12:16
Das Versprechen der "blühenden Landschaften" hat sich für kaum jemanden erfüllt. Nicht nur die ehemaligen Bürger der DDR haben ihr Land verloren, auch die "Westler" haben ihr Land verloren. Jedoch ist dies im "Westen" nicht so deutlich erkennbar, weil weniger krass.
Ich bin immer wieder in Warnemünde, weil das mein liebster Badeort nördlich der Alpen geworden ist, auch im liebevoll restaurierten Rostock erinnern allenfalls noch ein paar Plattenbauten an die DDR, wenn das keine blühenden Landschaften sind, was dann? Die ham' sogar die Frauenkirche in Dresden wieder aufgebaut! Ich hab' kein Land verloren, ich hab' auch nicht nur eins dazugewonnen, sondern ganz Osteuropa. Ich war vor 2 Wochen auf Kreuzfahrt auch in Dubrovnik, Paßkontrollen gab es nicht, die Stadt ist fein 'rausgeputzt, ein richtiges Juwel; auch eine Entwicklung der Europäischen Einheit. Es ist nicht richtig, die Deutsche Einheit auf dieselbe zu reduzieren, sie hat auch Europa wiedervereinigt!

Das Wort Freiheit kommt in Deinem Beitrag gar nicht vor, Du reduzierst die Einheit auf ein paar abgelutschte, typische Jammer-Phrasen, die von Linkspopulisten und Gewerkschaftlern mit ihren eingeschränkten Weltsichten benutzt werden. Die meisten Entwicklungen der letzen paar Jahrzehnte, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Politik, Umwelt, haben gar nichts mit der Einheit zu tun, sondern mit globalen Wandlungen, das sollte nicht auf die Einheit gemünzt werden. Es geht da nur um materielles, die Einheit hat aber auch ideologische, kulturelle und andere immaterielle Komponenten!
Seschat hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 11:53
Die BRD hat sich nicht (Jahrzehntelang) der Nazi Vergangenheit gestellt und die DDR sich nicht dem Bespitzelungsstaat der Stasi.
Jedes Jahr sozusagen lokalisiert für jedes einzelne KZ Gedenkfeiern über die in den Medien berichtet wird, jeden Tag unzählige Dokus im staatlichen TV, die wieder und wieder wiederholt werden und dann die ganze Selbstzensur und Selbstzerfleischung besonders der älteren Generationen wegen der Naziepoche, bis sogar unsere europäischen Nachbarn nur noch mit dem Kopf schütteln. Was die Aufarbeitung der Stasi angeht; die Deutschen sind weltweit mit Abstand führend in punkto Datenschutz und Privatsphäre. Ich erinnere mal an das Drama um die Erfassung deutscher Städte mit Google Street View. In unseren europäischen Nachbarländern ist jedes Kuhdorf in Street View einsehbar, in Deutschland nur ein paar Großstädte, in meiner Straße hat mindestens ein Hausbesitzer sein Haus verpixulieren lassen. Wenn ich Gäste meiner Stadt aus aller Welt berate und Fragen beantworte, was ich immer wieder mal tue, weise ich schon standardmäßig darauf hin, daß sie in Deutschland Bargeld bereithalten müssen, weil Bargeldloszahlungen hierzulande wegen der Angst vieler Deutschen vor Zurückverfolgung ihrer Lebenswandlungen nicht verbreitet sind. Man kann hier nichtmal sein U-Bahn-Ticket mit Kreditkarte bezahlen, das ganze Ticketsystem in Hamburg beispielsweise ist dem in Lissabon und anderen südeuropäischen Metropolen um Jahre zurück. Die Gäste schütteln da nur verweifelt den Kopf.

Das nach der Wiedervereinigung keine ostdeutschen Standards etabliert werden konnten, ist ja wohl selbstverständlich. Die meisten DDR-Bürger wollten westliche Standards, so wie sie es aus dem West-TV kannten, materielle und immaterielle, ohne sich wahrscheinlich im vollen Umfang darüber klar zu sein, was das insgesamt bedeutet und welche Veränderungen da auf sie zukommen. Ich habe Spätaussiedler kennengelernt, die haben ihre ersten Bananen grün gegessen und sich gewundert, weil das gar nicht schmeckte.

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Beitrag von GreenTara » Fr 6. Okt 2017, 11:19

Jan Martin hat geschrieben:
Fr 6. Okt 2017, 10:21
Du reduzierst die Einheit auf ein paar abgelutschte, typische Jammer-Phrasen, die von Linkspopulisten und Gewerkschaftlern mit ihren eingeschränkten Weltsichten benutzt werden. Die meisten Entwicklungen der letzen paar Jahrzehnte, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Politik, Umwelt, haben gar nichts mit der Einheit zu tun, sondern mit globalen Wandlungen, das sollte nicht auf die Einheit gemünzt werden. Es geht da nur um materielles, die Einheit hat aber auch ideologische, kulturelle und andere immaterielle Komponenten!
Ich hatte nicht den Anspruch erhoben, einen uneingeschränkten Blick auf die Einheit und deren Folgen zu werfen. Was globale Entwicklungen betrifft: Sicher gibt es Wechselwirkungen, aber es war dennoch eine politische Entscheidung hierzulande, die Arbeitnehmer so kurz wie möglich zu halten. Nicht umsonst rühmte sich der Genosse der Bosse damit, den "besten" (sprich größten) Niedriglohnsektor in Europa installiert zu haben. Es stellt sich auch die Frage, ob es wirklich nötig war, die Sozialsysteme derart zu rasieren. Das Resultat ist ein immenser Exportüberschuss, mit dem D die lieben Miteuropäer extrem unter Druck setzt, begünstigt von der gemeinsamen Währung. Ich bin mir sehr sicher, dass dieser Überschuss uns noch auf die Füße fallen wird.
Jan Martin hat geschrieben:
Fr 6. Okt 2017, 10:21
Man kann hier nichtmal sein U-Bahn-Ticket mit Kreditkarte bezahlen, das ganze Ticketsystem in Hamburg beispielsweise ist dem in Lissabon und anderen südeuropäischen Metropolen um Jahre zurück. Die Gäste schütteln da nur verweifelt den Kopf.
Tja, so verschieden sind Menschleins. Ich schüttele immer den Kopf, wenn ich sehe, wie bedenkenlos mit Karte oder Handy gezahlt und damit Daten preisgegeben werden. Außerdem sehe ich gar nicht ein, warum diese Kreditkartenfuzzis an jeder meiner Transaktionen etwas verdienen sollten - ganz abgesehen davon, dass es niemanden etwas angeht, was ich wo in welcher Menge einkaufe.
Jan Martin hat geschrieben:
Fr 6. Okt 2017, 10:21
In welchen Realitäten lebt Ihr?
Jedenfalls in keiner, in der man ausdauernd anmerken muss, dass man gerade wieder auf Kreuzfahrt war. :cool: In keiner, in der mainstreammäßig das Benennen von Fakten und Kritik als "Gejammer" bezeichnet wird, um sie zu diskreditieren und zu verniedlichen. In einer Realität, in der die Arbeitnehmer in meinen Betrieb seit 2009 keine einzige Lohnerhöhung mehr gesehen haben, nachdem die Löhne und Gehälter im Jahr zuvor um 25% bis 30% gekürzt wurden. Meine Noch-Kollegen tröstet sicher, dass
die Einheit [...] aber auch ideologische, kulturelle und andere immaterielle Komponenten!
hat.

Schönes Wochenende
Rita

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Seschat
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Tag der Einheit?

Beitrag von Seschat » Fr 6. Okt 2017, 11:36

Guten Morgen Jan Martin
Seschat hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 11:53

Die BRD hat sich nicht (Jahrzehntelang) der Nazi Vergangenheit gestellt und die DDR sich nicht dem Bespitzelungsstaat der Stasi.

Diese meine oben gemachte Aussage - die du nun kritisierst - bezog sich auf den Zeitpunkt vor und bei der Wiedervereinigung.

Jan Martin hat geschrieben:
Fr 6. Okt 2017, 10:21
Jedes Jahr sozusagen lokalisiert für jedes einzelne KZ Gedenkfeiern über die in den Medien berichtet wird, jeden Tag unzählige Dokus im staatlichen TV, die wieder und wieder wiederholt werden und dann die ganze Selbstzensur und Selbstzerfleischung besonders der älteren Generationen wegen der Naziepoche, bis sogar unsere europäischen Nachbarn nur noch mit dem Kopf schütteln.
Ja, stimme ich dir zu, in den letzten 2 Jahrzehnten wurde so im Schnellverfahren dieser dunkle Teil unserer Geschichte endlich thematisiert und ich bin dankbar dafür, weil es etwas Wesentliches zeigt, und nur so Heilung möglich ist. Und zukünftige Entscheidungen für unsere Nation und Zuwanderer beeinflusst.

Und doch, es gibt immer wieder Neonazis Szenarien – also wird noch nicht genug darüber mit der Jugend gesprochen oder diese werden nicht abgeholt.
Jan Martin hat geschrieben:
Fr 6. Okt 2017, 10:21
In welchen Realitäten lebt Ihr?
In einer sehr bodenständigen, und ich bemühe mich, n i c h t mit einen selektiven Blick durchs Leben zu gehen, sondern abzuwägen, was erreicht wurde und was noch zu tun ist.

Eigentlich ganz normal, wenn man das Resultat der Wahl 2017 analysiert, und so habe ich auch Ritas Absicht verstanden, dass Ergebnis zeigt eindeutig einen Rechtsruck und das finde ich besorgniserregend.

Und kannst du dir vorstellen, dass es Menschen gibt die nicht wie du durch die Gegend gondeln und diese Seiten des Lebens gar nicht sehen können, weil ihr Einkommen oder Rente nicht reicht?

Jedem das Seine, bitte aber nicht andersdenkende Menschen Realitätsferne vorwerfen.

Wie mir scheint, ein (noch) sehr emotionales Thema

Viele Grüße
Seschat

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Puschelinsky
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Tag der Einheit?

Beitrag von Puschelinsky » Fr 6. Okt 2017, 18:56

In welchen Realitäten lebt Ihr?
zur Zeit? In einer höchst Hedonistischen :lol:

Fühle mich Jugendlich. Sportlich und Potent mit ein wenig Lebensweisheit. Vielleicht ein wenig schüchtern aber dafür gibt es ja die anderen, die mich oftmals sehr offen und herzlich ansprechen, den Rest blende ich einfach aus, da ich mich damit nicht weiter vergiften will. Wäre ich wählen gegangen, nun ja ich hätte wahrscheinlich die AFD aus einer Form des Protests heraus gewählt, aber da diese Partei nicht im geringsten mit meinem Weltbild, wie derzeit keine Deutsche Partei, konform geht, habe ich es gelassen.

Mir wurscht woher jemand kommt, solange er mir nicht versucht vorzuschreiben wie ich zu leben habe. Was in Deutschland mit seiner Scientology Mentalität manchmal schwierig ist, aber es gibt auch andere, die man mittlerweile aber fast nur noch in der Unterwelt findet, was ein schreckliches Zeichen für eine Nation wie DE ist,
vielleicht war es auch schon immer so.
z.B. ging ich letztens bei Rot über eine Ampel, da rief jemand von der anderen Straßenseite, hey es ist Rot unerhört und brüskierte sich. Ja Mensch was sollte ich darauf antworten als Ihn wirklich völlig verdutzt anzusehen (was ich auch war) und Ihn zu fragen warum er sich von einer Ampel (und ich habe das Wort AMMPEL sehr betont)
vorschreiben lasse, wie er zu Leben habe. Ich verstehe das wirklich nicht. Worauf ich aber leider keine Antwort bekam. Ich habe lange danach noch darüber nachgedacht, wie man sich von einer Ampel dermaßen einschränken lassen kann und ich verstehe es wirklich nicht, da ist wohl eine Blockade in meinem Kopf die dies verhindert.

Und die ganze Ost West Sch....



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Ista
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Tag der Einheit?

Beitrag von Ista » Mo 9. Okt 2017, 10:12

Hallo Seschat,
du hast dir mit deiner Deutung viel Mühe gemacht. Das ist super.
Ich selbst habe, was Deutung von Mundanhoroskopen anbelangt, allerdings eine andere Sicht.
Mundanhoroskope sind Ereignishoroskope, man sollte jedes grundlegende und die Gesellschaft verändernde Gesetz (wie z.B. die Maaschen Zensurgesetze) oder jeden größeren Einschnitt in der Politik eines Landes sehen können (anhand von Progosemethoden). Dazu reicht eine „psychologische Deutung“ oft nicht, man braucht die „materielle“ Zuordnung zu den Häusern. Das geht auch soweit, dass ein Haus für mehr Freiheit oder auch mehr Zwangslauf/Abhängigkeit steht, wie das z.B. beim 8. Haus der Fall ist. Meine Deutung entnahm ich dem Buch von Deborah Houlding, „Die Astrologischen Häuser – Tempel der Planeten“, Deborah ist eine der weltweit bekanntesten und renommiertesten Astrologinnen.

Das BRD-Grundgesetz wurde uns genauso wie die Weimarer „Verfassung“ von den Siegermächten aufgezwungen (Willi Brand hat es 1991 so formuliert „Dieses Grundgesetz haben uns die Amerikaner, um es vorsichtig zu sagen, anempfohlen. Man könnte auch sagen, auferlegt.“, oder Brezezinski in seinem Bestseller „Die einzige Weltmacht“: „Deutschland steht unter der Zwangsherrschaft des US-Imperialismus, ist ein tributpflichtiger Vasallenstaat.“ (Fischer-Verlag, S. 92) oder Obama bei einem Deutschlandbesuch (Ramstein 5.6.2009) „Deutschland ist ein besetztes Land und wird es bleiben.“
Auch der 2+4-Vertrag (Wiedervereinigungs-Vertrag) ist keine Verfassung und enthält Klauseln, die das Besatzungsrecht festschreiben. Man muss also zurückgehen bis zur Reichsgründung, will man von einer formellen und juristischen neuen Staatsgründung sprechen (1.1.1871, Berlin, 0 Uhr; auch nicht die Krönung vom 18.1., sie ist Folge aber nicht Grund der Staatsgründung). Versuch es mal damit, ich habe viel mit diesem Horoskop gearbeitet und finde keines, das treffender zeigt, was ist.
Gruß an alle
Ista

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