Chiron

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GreenTara
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Chiron

Beitrag von GreenTara » Sa 17. Sep 2016, 16:51

Hallo zusammen :)

kürzlich schrieb ich anderenorts bissel etwas über Chiron und vielleicht hat ja jemand Lust, Muße, Laune und/oder Zeit, seine Meinung zum Thema darzulegen.

Meine Einschätzung:

Für mich ist er (Chiron) der Schmerz, überhaupt am Leben zu sein, sich der Brüchigkeit alles Lebendigen bewusst zu sein/werden (er zieht seine Bahn zwischen Saturn und Uranus). Mir widerstrebt es zutiefst, diesem Asteroiden eine Bedeutung zu geben, die denen der Planeten nahe kommt. Ich halte es nach vielen Versuchen, diesen Kentauren sinnvoll in eine Deutung einzubeziehen, mit Roscher, der - etwas gekürzt - sagte: "Grundsätzlich: Chiron ist kein Planet. Ich arbeite damit nicht. Chiron ist so eine Modeerscheinung. Eine Zeitlang war Saturn völlig in, dann Pluto und jetzt eben Chiron. Mondknoten waren ja auch einmal in Mode."

Etwas ausführlicher, auch bezüglich der "Modeerscheinung":

Was ich wiederum höchst interessant finde und sich für mich als Frage auftut: Weshalb Chiron so viel - ich nenne es mal Anklang oder Resonanz - findet? Weshalb es so "in" ist (überhaupt nicht wertend gemeint), in der eigenen Verwundbarkeit und den eigenen Wunden und Schmerzen ausdauernd herumzugraben? Brauchen wir diese "Schmerzerhaltung" in einer Welt, die das Indivuduum (Uranus) einerseits hoch preist, einen Menschen aber nur hinsichtlich seiner Verwertbarkeit einordnet (Saturn)? Die Menschen Gesetzen (Saturn) unterwirft, die schlicht lebens- und existenzverneinend sind? Man denke nur an Hartz IV, welches die Grundbedürfnisse sichern soll, die laut Verfassung Menschenrecht sind. Laut dieser Gesetze ist es via Sanktionen möglich, dieses Existenzminimum teilweise oder ganz zu entziehen, wenn jemand sich nicht gesetzeskonform unterwirft. Beim Individuum, dem Menschen, dem dieses widerfährt, kommt die Botschaft an: Du bist es nicht wert, zu leben, zu sein, zu existieren. Und gleichzeitig wird von diesem Menschen verlangt, sich in Bewerbungen als einmalig zu präsentieren. An dieser Ambivalenz kann man eigentlich nur verzweifeln und sich betäuben, sich unempfindlich machen. Ganz und gar. Und um sich überhaupt noch irgendwie zu spüren, hält man die eigenen Wunden offen.

Aus astrologischer Sicht bietet sich Chiron als eine Art "Brennpunkt" an, der diese Problematik sichtbar machen kann. Es handelt sich dabei aber eben nicht um etwas zutiefst Individuelles oder etwas, was sich aus dem einzelnen Menschen heraus ergibt, ihm "anzulasten" wäre. Er persönlich hat diese Bedingungen nicht erschaffen, er ist in sie eingebettet und ihnen auch ausgeliefert. Die einzige Möglichkeit, die ihm bleibt, ist sich davon zu "befreien", in welcher Weise auch immer (Uranus). Ein erster Schritt auf dieser persönlichen Ebene könnte sein, zu erkennen (intuitives Erkennen: Uranus), dass es auf dieser Welt zwar Recht gibt (Saturn), aber keine Gerechtigkeit. Dass es andere Möglichkeiten gibt, sich zu spüren, als in Wunden und Verletzungen herumzugraben. Auf der individuellen und persönlichen Ebene kann man bestenfalls so etwas wie Akzeptanz erreichen, dass mit der menschlichen Existenz untrennbar Leid und Schmerz verbunden ist. Aus dieser Erkenntnis wiederum kann so etwas wie Mitgefühl erwachsen, ein Mitempfinden, das weniger ein persönliches Mitleiden ist als vielmehr ein unpersönliches, allgemeines Mitfühlen und was man vielleicht eine "mitfühlende Haltung" (Chiron als "Resultat" der Unvereinbarkeit von Saturn und Uranus) nennen kann. Diese gilt bestenfalls auch der eigenen Person, dem eigenen Menschsein.

Der Schmerz, am Leben zu sein, mit all den Widersprüchlichkeiten und Gegebenheiten der menschlichen Existenz, betrifft jeden Menschen und subtil jeden Bereich eines Lebens. Das ist der Grund, weshalb ich es für wenig sinnvoll erachte, Chiron wie andere Faktoren zu deuten (Zeichen, Haus, Aspekte etc.). Ein unpersönliches, allgemeines Mitgefühl bezieht sich nicht auf einen Bereich eines Horoskops, ebenso wenig wie das diesem Mitempfinden zugrunde liegende schmerzende, offene, menschliche Herz.

Quelle: http://www.astrologie.de/forum/astrolog ... t7507.html

Schöne Grüße
Rita

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Chiron

Beitrag von Seschat » Mi 26. Apr 2017, 11:14

Hallo Rita :)

liebe Astrologie Freunde :)

Vor kurzem habe ich erst dieses interessante Thema hier für mich entdeckt.

GreenTara hat geschrieben:
Sa 17. Sep 2016, 16:51
Ich halte es nach vielen Versuchen, diesen Kentauren sinnvoll in eine Deutung einzubeziehen, mit Roscher, der - etwas gekürzt - sagte: "Grundsätzlich: Chiron ist kein Planet. Ich arbeite damit nicht. Chiron ist so eine Modeerscheinung. Eine Zeitlang war Saturn völlig in, dann Pluto und jetzt eben Chiron. Mondknoten waren ja auch einmal in Mode."
Schade, dass du Chiron nichts abgewinnen kannst. Aber so ist das in unserer Astro - Welt, jeder hat so sein astrologisches Steckenpferd. Du arbeitest mit der Hamburger Schule und da sind ja auch einige Besonderheiten anzutreffen. :cool:

Beim Argument von Roscher muss man bedenken, dass er zu seiner Zeit noch nicht ahnte, dass Pluto den Planetenstatus aberkannt bekam.
Wie würde heute sein Argument ausfallen, wenn er sich nur darauf bezieht, dass Pluto & Chiron nur Planetoiden sind und Modeerscheinungen?

GreenTara hat geschrieben:
Sa 17. Sep 2016, 16:51
„Mir widerstrebt es zutiefst, diesem Asteroiden eine Bedeutung zu geben, die denen der Planeten nahe kommt. Ich halte es nach vielen Versuchen, diesen Zentauren sinnvoll in eine Deutung einzubeziehen, mit Roscher, der - etwas gekürzt - sagte: "Grundsätzlich: Chiron ist kein Planet. Ich arbeite damit nicht. Chiron ist so eine Modeerscheinung.“
Konsequenterweise müsste man dann auch auf Pluto verzichten, denn der hat ja den gleichen Planetoiden Status.


Für eine Horoskop Analyse ist es total egal für mich, wie die astronomische Beurteilung ist.

Wir Astrologen orientieren uns ja nicht deckungsgleich mit den Gegebenheiten. Die Hamburger Schule zum Bespiele arbeitet ja mit fiktiven Planeten die gar nicht (oder noch nicht) sichtbar sind.

Aber nun zu Chiron.

Ich beobachte die Chiron Analogie schon recht lange und die Entsprechung „Schmerz“ trifft es leider nicht an nähernd, worum es meines Erachten bei Chiron geht. Ich würde die Zuordnung mal vorsichtig ausdrücken in "Ablehnung im Leben" und der trotzdem (oder gerade deswegen) erfolgte Wandel zum Mitgefühl. Das wo die Welt - und ich mir selbst - kein Mitgefühl zeigt. Die Welt (Menschen / Gegebenheiten) und der Kontakt mit ihr mich nicht so annimmt wie ich bin.

Chiron zeigt, wo Charaktereigenschaften, die uns wichtig sind, vom Umfeld sabotiert oder nicht gewürdigt werden.

Mir erscheint wichtig eine Analogie zu finden - für eine brauchbare Beschreibung - die nicht schon durch andere Planeten abgedeckt wird.
Wobei das ja auch schon bei den vorhandenen Planeten recht schwierig ist.

Chiron zeigt – wo wir nicht die glatten Straßen im Leben gehen, wo man Umwege einplanen muss, gezwungenermaßen, nur die eigene Unterstützung (Durchhaltewille) im Gepäck.

Dazu passt dieses gefundene Zitat ganz vorzüglich, wie ich finde.

„Geh nicht nur die glatten Straßen....
geh Wege, die noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub“.....(Unbekannt)


Chiron zeigt die tiefe Sehnsucht nach Annahmen. Da wo wir zurückgewiesen wurden und dennoch Mitgefühl entwickeln können, trotz aller Verletzungen in die Demut gehen. Das kann man mit keinem anderen "Planeten" so gut ausdrücken wie mit Chiron.

Gerne versuche ich mit der nächsten Post eine Abgrenzung zu anderen Planeten oder Planetoiden.

Viele Grüße
Seschat

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Chiron

Beitrag von Valli » Di 2. Mai 2017, 12:03

hallo an alle :)

ich schaue schon, wo Chiron steht.
Für mich ist das eine Wunde, also wo der Horoskopeigner verwundet, verletzt ist, oder leicht verwundbar oder verletzbar wird.

Also wenn Chiron in zwei steht, dann denk ich mal, dass der Selbstwert leidet, ähnlich wie bei Neptun in zwei.
Aber gleichzeitig auch, wo man besondere Fähigkeiten und Einfühlungsvermögen entwickeln kann, wenn man diese Wunde schließen kann.

das sind so meine Gedanken :)

LG andrea

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Chiron

Beitrag von Seschat » Do 29. Jun 2017, 21:35

Liebe Astrologie Freunde


Hier der versprochene Abgrenzungsversuch, um Chiron hervorzuheben:

Sonne zeigt Vorhandene „Ich Stärke“ an oder schüchternes bis gehemmtes Verhalten – als schwache Ich-Durchsetzung Entscheidungsschwierigkeiten, unklare Zielvorstellungen, vielleicht auch ein mangelndes Verantwortungsbewusstsein. Die Sonne ist das Symbol für das Potenzial des Horoskop-Eigners.

Mond zeigt entweder die Bejahung der Gefühle an, Geborgenheit, Einfühlsames, das Kind in uns fühlt sich entweder geliebt und angenommen, oder es dürstet nach Liebe oder Aufmerksamkeit, die Zuwendung kann symbiotisch (neurotisch) und fordernd, oder als reife sein, als Liebe und Zuwendung zum Du gestalte werden. Das Mondzeichen informiert über unsere Gefühlsnatur und wie wir auf Ereignisse - oder die Umgebung - instinktiv ansprechen und reagieren.

Merkur zeigt die Denkstruktur an, psychologisch ausgedrückt, die kognitive Fähigkeiten, bzw. das geschulte Denken, freier Merkur, der von innen her agiert - unfrei sich Meinungen überstülpen lässt oder als Abwehrmechanismen (Projektion) abläuft. Merkur zeigt die Art der Sorgen an, die unseren Geist beschäftigen und was wir in der Umgebung bevorzugt bemerken und aufgreifen.

Venus zeigt die eigene Attraktivität an, Freunde finden und Freundschaften pflegen, beim Mann das bevorzugte Frauenbild, bei der Frau Bejahung der Weiblichkeit, angespannt bei der Frau findet sie sich in der Rolle der Frau nicht zurecht, Weiblichkeitsprobleme. Die Venus kann herangezogen werden um unsere Gefühle von Vollständigkeit zu verstehen und Individualität.

Mars zeigt Körperenergie an, Einsatz, Tatkraft, Umgang und Zugang zum "maskulinen" - besonders in jungen Jahren - wenn schwache Impuls- und Antriebskontrolle, schwaches oder überhöhtes Durchsetzungsvermögen, Bejahung des männlichen, Identifikation des männlichen bei männlichen Vertretern. Suchbildes der Frau, bei weiblichen Vertretern. Das Mars- Zeichen zeigt die Art und Weise an, wie wir uns durchsetzen, was wir tun, um das zu bekommen, was wir wollen.

Jupiter zeigt neben Chancen im Leben auch Sinnlichkeit an (nicht nur die Venus), persönliche Urteilskraft und gereifte Wahrnehmung. Auch Kritikfähigkeit (er)lernen, eingeschränkte Energie, verpasste Gelegenheiten, Raum für Spekulation und oberflächlichen Genuss oder Spagat zwischen Großzügigkeit und Frustration. Jupiter ist das Zeichen für Wachstum und Weltanschauung.

Saturn zeigt sich als Vermittlung von Strukturen und Sicherheiten, Absicherung, Lebenserfahrung, mangelnde Geborgenheit, aber auch erlernte Hilflosigkeit, Strukturlosigkeit, verzögertes oder verhindertes Körpergefühl (körperliche Schwäche oder Geburtsschaden) etc., Saturn zeigt Perfektionsstrebung oder Schwachstellen auf.

Chiron zeigt Akzeptanz durch Aufarbeitung an, bestimmte Eigenschaften müssen vom inneren Kern her entwickelt werden, wenn das geschieht, kann das mit Opferbereitschaft einhergehen, er hält höhere Sensibilität für uns bereit. Die Bewusstwerdung erfolgt durch erlittene Traumata, Versagensgefühl, Frustration, im günstigsten Fall wandeln sich diese Energie in eine Stärke und kann als Ressource genutzt werden. Chiron steht dort, wo wir aufgefordert sind auf eine andere Ebene zu wechseln, um Mitgefühl und Mut und auch Heilkräfte zu entwickeln.


Uranus zeigt Freiheitsfähigkeit an, die auch als eigenständige Exzentrik genutzt wird, wir wollen echt sein und unseren eigenen Ansichten und Erkenntnissen nach leben, geistige Leitbilder werden von kollektiven oder gesellschaftlichen Normen mit geprägt. Umbruch oder Befreiung, eine Kraft, die sich als plötzlicher Wechsel der Lebensstruktur zeigt und als schnelles Hervortun von unerwarteter Handlungen.

Neptun zeigt Inspiration und Spiritualität an, Hingebung, Prägung durch Idole, Idealismus und Engagement, universelle Liebe kann fehlgedeutet werden und zeigt sich als Täuschung oder Betäubung. Diese beiden Erfahrungen haben gemeinsam, dass sie sich der Realität und dem konkret Fassbarem verweigern. Keine klaren Formen und Hierarchien, ein Indikator der konkrete Wirklichkeit verabscheuen kann, den öden Alltag.

Pluto zeigt Zeitgeist & Ideale durch Leitbilder der Gesellschaft an, Strömungen, das Ziel kann also von gesellschaftlichen Normen geprägt sein. Das heißt nicht, dass man nicht die ´Eigenschaften´ des dazugehörigen Tierkreiszeichens hat oder nicht leben kann. Überall dort, wo wir Teile unserer Persönlichkeit nicht annehmen, wird Pluto eine Wandlung, eine Metamorphose herbeiführen, auch wenn dieser Prozess oft sehr schmerzlich ist.

Plakative Kurzbeschreibung:

Sonne = „Ich Stärke“ – Schwäche (Gefasstheit / Wesenskern)
Mond = Beseeltes (Einfühlsames)
Merkur = kognitive Fähigkeiten (Erkenntnisse)
Venus = Attraktivität (Anreize)
Mars = Tatwille (Kraft / Mut)
Jupiter = Chancen (Erfolge)
Saturn = Struktur (Gefüge/ Gesellschaftliches)
Chiron = Mitgefühl (Aufarbeitung von Traumata)
Uranus = Exzentrik (Veränderung)
Neptun = Idealismus (Inspiration)
Pluto = Normen & Auflagen (Zeitgeist))

Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit, deswegen ist die Liste sicher für den einen oder anderen Leser unvollständig, manche Beschreibungen /Zuordnungen sind vielleicht auch austauschbar.

Später kann ich Beispiele bringen und mit diversen Horoskopen untermauern.

Viele Grüße
Seschat

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Beitrag von Marc Bonus » Do 29. Jun 2017, 22:10

GreenTara hat geschrieben:
Sa 17. Sep 2016, 16:51
Was ich wiederum höchst interessant finde und sich für mich als Frage auftut: Weshalb Chiron so viel - ich nenne es mal Anklang oder Resonanz - findet? Weshalb es so "in" ist
Hallo Rita,

ich denke es könnte mit der modernen Gewichtung des Arztes und der Medizin zu tun haben. Wer sagt dem Bundespräsidenten was er zu tun und zu lassen hat? Sein Arzt. Nicht umsonst nennt man sie auch "Halbgötter in Weiß". Obwohl ein einzelner Arzt schon unbedeutend ist in der Welt, so wie Chiron mit seinen 200 km Durchmesser unbedeutend ist gegen die Planeten, so kann er doch im Einzelfall sehr wichtig werden. Der ganze Themenkomplex Krankheit wird in unserer immer kränker werdenden Welt immer wichtiger.

Dennoch spielen alle Planetoiden wohl in einer anderen Liga als die Planeten. Hauptkriterium ist dabei nach wie vor die Größe. Da ist schon Ceres fünfmal größer als Chiron. Es wird sich wohl langfristig so durchsetzen dass es drei Gruppen gibt, Planeten, Zwergplaneten und Planetoiden. Chiron ist in der Dritten. Ihn zwischen den Planeten einzureihen dürfte seiner Bedeutung nicht ganz gerecht werden.

LG Marc

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Beitrag von Seschat » Fr 30. Jun 2017, 00:24

Marc Bonus hat geschrieben:
Do 29. Jun 2017, 22:10
Es wird sich wohl langfristig so durchsetzen dass es drei Gruppen gibt, Planeten, Zwergplaneten und Planetoiden. Chiron ist in der Dritten. Ihn zwischen den Planeten einzureihen dürfte seiner Bedeutung nicht ganz gerecht werden.
Wenn ich deiner Logik folge, was ist dann mit dem Mond / Sonne / Pluto?

Mond passt in keine deiner vorgegebene Kategorie der ist nur ein Trabant und die Sonne als "Stern" passt auch nicht rein!

Den Pluto muss man dann logischerweise astrologisch auch vom Planetenstand degradieren.

Dann gehen uns die Planeten aus. :cool:

LG
Seschat

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Chiron

Beitrag von Marc Bonus » Fr 30. Jun 2017, 00:50

Hallo Seschat,

Mond und Sonne kommen zu Planeten, Pluto wurde zum Zwergplanet degradiert.

Wenn du möchtest kannst du für die Sonne auch die Gruppe "Fixsterne" aufmachen. :)

LG Marc

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Chiron

Beitrag von Seschat » Fr 30. Jun 2017, 09:50

Hallo Marc

Danke für den Hinweis.

Ach, mir geht’s gar nicht so sehr darum, es astronomisch korrekt zu machen.

Ich verstehe die Astrologie als Denkmodell, und die Planeten / Sonne / & Mond stehen ja stellvertretende für bestimme Aussagen, die sich die Astrologen über die Jahrhunderte angeeignet haben.

Sie stehen als Symbolkraft für Eigenschaften, die man im Mensch glaubt zu sehen.

Ähnlich wie die Archetypen in der Psychologie.

Archetypen an sich sind unanschauliche Faktoren, Planeten in der Astrologie auch, die machen ja nichts - auch wenn´s immer so dargestellt wird - die Planeten, Zwergplaneten oder was auch immer, stehen auch in der Astrologie für die unbewussten Psyche, Ideen oder Emotionen, dieses Vorhandensein wird ausgedrückt in ´Wirkung´, d. h. im Auftreten von symbolischen (archetypischen) Bildern, nicht mehr und nicht weniger.

Astrologen sollten meiner Meinung nach sich endlich von der ´Planetenwirkung´ lösen, und eine andere Sprache sprechen.

Viele Grüße
Seschat

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Beitrag von GreenTara » Fr 30. Jun 2017, 10:28

Hallo Seschat :)

erst einmal danke für deinen Input und deine umfangreiche Ausarbeitung. :)
Seschat hat geschrieben:
Fr 30. Jun 2017, 09:50
Archetypen an sich sind unanschauliche Faktoren, Planeten in der Astrologie auch, die machen ja nichts - auch wenn´s immer so dargestellt wird...

Astrologen sollten meiner Meinung nach sich endlich von der ´Planetenwirkung´ lösen, und eine andere Sprache sprechen.
Das kann man gar nicht oft genug betonen. :yes: Danke für diese klaren Worte. :)

Liebe Grüße
Rita

PS. Toller Avatar. :spitze:

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Beitrag von GreenTara » Fr 30. Jun 2017, 12:14

Hallo Marc :)
Marc Bonus hat geschrieben:
Do 29. Jun 2017, 22:10
GreenTara hat geschrieben:
Sa 17. Sep 2016, 16:51
Was ich wiederum höchst interessant finde und sich für mich als Frage auftut: Weshalb Chiron so viel - ich nenne es mal Anklang oder Resonanz - findet? Weshalb es so "in" ist
Der ganze Themenkomplex Krankheit wird in unserer immer kränker werdenden Welt immer wichtiger.
Und da ist die spannende Frage doch die, was die Gründe dafür sind, wenn man konstatiert, dass Menschen trotz allen medizinischen Fortschritts nicht insgesamt "gesünder" sind und nicht nur körperlich, sondern gerade seelisch zunehmend leiden.

Ganz fertig ist mein Erklärungsversuch noch nicht, er bewegt sich aber in etwa in die Richtung, die ich schon in dem Thema "Angst" - Transite eingeschlagen habe. Ich hoffe, bei meiner Antwort dann auch den Bogen zu Chiron zurück schlagen zu können.

Schöne Grüße
Rita

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Beitrag von Marc Bonus » Fr 30. Jun 2017, 23:03

GreenTara hat geschrieben:
Fr 30. Jun 2017, 12:14
Und da ist die spannende Frage doch die, was die Gründe dafür sind, wenn man konstatiert, dass Menschen trotz allen medizinischen Fortschritts nicht insgesamt "gesünder" sind und nicht nur körperlich, sondern gerade seelisch zunehmend leiden.
Hallo Rita,

ich muss meine Aussage wohl relativieren. Ausgrabungen in der Wikingerzeit (Abschnitt Krankheiten) haben gezeigt, dass es die meisten Krankheiten auch schon damals gab. Da fehlt so weit ich das überblicke nur die Diabetes.

Dr. Bruker schrieb darüber sinngemäss: "Man lebt heute nicht länger weil man gesünder geworden ist, sondern weil man länger krank sein kann."

Man stirbt einfach heute nicht gleich an jeder kleinen Erkrankung wie früher oftmals. Stattdessen hat man den lebenslangen Medizinrummel, die Ärzte werden immer bedeutender und die Medizinindustrie reicher.

In letzter Zeit hat man sich mehr den geistigen Ursachen der Krankheiten zugewandt. Parallel wurde der Kuipergürtel entdeckt, ein weiteres breites Betätigungsfeld der modernen Astrologie.

In Chiron sehen sehen viele den Wächter von dem Allem, als dem Übergang von den sichtbaren, bewussten Planeten bis Saturn und den mit blossem Auge unsichtbaren, unbewussten dahinter. So kommt ihm wohl tatsächlich eine Schlüsselfunktion zu, die ja auch mit seinem Symbol dargestellt ist.

LG Marc

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Beitrag von GreenTara » Sa 1. Jul 2017, 16:32

Hallo Marc :)
Marc Bonus hat geschrieben:
Fr 30. Jun 2017, 23:03
ich muss meine Aussage wohl relativieren. Ausgrabungen in der Wikingerzeit (Abschnitt Krankheiten) haben gezeigt, dass es die meisten Krankheiten auch schon damals gab. Da fehlt so weit ich das überblicke nur die Diabetes.

Dr. Bruker schrieb darüber sinngemäss: "Man lebt heute nicht länger weil man gesünder geworden ist, sondern weil man länger krank sein kann."
Danke für diese Ergänzung. Es ist in der Tat so, dass man an den angeblichen Segnungen der modernen Medizin berechtigte Zweifel haben kann. Oft stand ich auf einer Intensiv- oder Krebsstation vor derart kranken Menschen, dass ich mein Tun immer mehr in Frage stellte, vor allem dann, wenn es darum ging, das Leben noch um eine Stunde, einen Tag oder wenige Wochen zu verlängern. Der Preis für diese Verlängerung war oft ein Leiden, dass auch für die nicht direkt davon Betroffenen kaum aushaltbar war/ist.

Mir geht es dennoch um die Gründe, aus denen heraus diese Art der Medizin betrieben wird und um die Gründe für den Anstieg bestimmter Formen des Leidens, die statistisch betrachtet zunehmen. Mir scheint, die "Ursache" ist dieselbe. Allerdings habe ich das gedanklich noch nicht völlig geklärt, weswegen ich diese Ursache noch nicht nennen und erläutern möchte. Vielleicht ist es ja auch Blödsinn, was ich da in meinem Köpfchen bewege. Es hat aber auf jeden Fall mit dem von dir Benannten zu tun:
Stattdessen hat man den lebenslangen Medizinrummel, die Ärzte werden immer bedeutender und die Medizinindustrie reicher.
Schöne Grüße
Rita

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Beitrag von Marc Bonus » Sa 1. Jul 2017, 20:50

GreenTara hat geschrieben:
Sa 1. Jul 2017, 16:32
Danke für diese Ergänzung. Es ist in der Tat so, dass man an den angeblichen Segnungen der modernen Medizin berechtigte Zweifel haben kann. Oft stand ich auf einer Intensiv- oder Krebsstation vor derart kranken Menschen, dass ich mein Tun immer mehr in Frage stellte, vor allem dann, wenn es darum ging, das Leben noch um eine Stunde, einen Tag oder wenige Wochen zu verlängern. Der Preis für diese Verlängerung war oft ein Leiden, dass auch für die nicht direkt davon Betroffenen kaum aushaltbar war/ist.
Hallo Rita,

Da hast du als Krankenschwester noch viel intimere Kenntnisse als ich. Die moderne Medizin ist aus meiner Sicht schon ein Segen für die Menschheit. Sie zielt aber darauf ab Symptome zu unterdrücken. Die eigentlichen Ursachen zu finden und zu bearbeiten bleibt dem Patienten selber überlassen. Kaum ein Arzt rät dem Patienten heute weniger zu rauchen, trinken, essen oder sich mehr zu bewegen. Darauf muss man selber kommen, ist ja auch allgemein bekannt. Das kann man von Ärzten nicht erwarten, dass sie das nun immer und immer wieder wiederholen.

Die Rolle der Astrologie könnte bei den eigentlchen Ursachen des Fehlverhaltens liegen. Was sind die psychologischen Hintergründe, dass jemand raucht, trinkt, zu viel isst oder sich zu wenig bewegt? Einsicht ist der erste Weg der Besserung. Mit Astromedizin kann man vielleicht nicht nur die zugrundeliegenden psychologischen Strukturen erkennen, sondern auch auf den Typ angepasste Kräutertees, Rezepte etc, wie im Ayurveda ermitteln.

Auch kann man Krankheitsverläufe bereits im Voraus einschätzen. Beim Chironreturn etwa Anfang 50 ist mit einem Ausbruch von Krankheiten zu rechnen, wenn der Betreffende nicht sehr gewissenhaft auf die Gesundheit achtet.

LG Marc

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Beitrag von GreenTara » So 2. Jul 2017, 15:49

Hallo Marc :)
Marc Bonus hat geschrieben:
Sa 1. Jul 2017, 20:50
Da hast du als Krankenschwester noch viel intimere Kenntnisse als ich.
Und die Konsequenz für mich daraus ist, Ärzte so gut wie möglich weiträumigst zu umfahren.
Sie zielt aber darauf ab Symptome zu unterdrücken.
Das ist ein Punkt, oft zumindest. Einen gebrochenen Haxen operativ zu versorgen, damit das Gelenk nicht instabil wird, ist schon okay. Ansonsten handelt man sich neben erwünschten Wirkungen von Medikamenten zum Teil schwer zu ertragende Nebenwirkungen ein, ohne dass die Ursache behoben wird oder behoben werden kann.
Die eigentlichen Ursachen zu finden und zu bearbeiten bleibt dem Patienten selber überlassen.
Die eigentliche Ursache wird verschleiert und daran sind Ärzte nicht unbeteiligt. Die Ursache für viele Erkrankungen ist die übermäßige und nicht menschengerechte Wirtschaftsform, die Menschen benutzt und ihre Gesundheit verbraucht. Das Arbeitspensum wird nicht dem Menschen angepasst, sondern der Mensch durch Hilfsmittel dem (zu hohen und gesundheitsschädigendem) Arbeitspensum. Das nennt sich dann Ergonomie und betriebliches Gesundheitsmanagement. In Tarifverträgen finden sich Vereinbarungen wie Lärmzulage, Staubzulage, Nachtzulage etc. Für wenige Euronen und manchmal auch nur Cent wird den Menschen, die zur Sicherung ihrer Existenz auf Lohn angewiesen sind, die Gesundheit abgekauft. Denn mit der Vereinbarung dieser Zuschläge wird ja anerkannt, dass die Arbeitsbedingungen die Gesundheit schädigen.

Wenn man sich ansieht, wann Chiron entdeckt wurde und was gleichzeitig wirtschaftspolitisch im Busch war, dann könnte man auf die Idee kommen, dass ein "entfesselter Kapitalismus" mit gleichzeitiger Schwächung der Gewerkschaften - federführend durch Reagan und Thatcher umgesetzt - etwas mit dem zu tun hat, worauf Chiron einen Hinweis oder Schlüssel liefert: Er weist meines Erachtens darauf hin, dass die Menschen, die sich für den Gewinn einiger Weniger ausnutzen lassen müssen, weil sie sonst nicht überleben, darunter leiden, dass sie über die Maßen benutzt, beansprucht und geschädgt werden an Leib und Seele. Und sie entkommen diesem Wirtschaftssystem nicht; Stichwort "Globalisierung". Wer fressen will, braucht Geld. Und das bekommt man nur, wenn man sich in irgendeiner Form unterwirft.
Kaum ein Arzt rät dem Patienten heute weniger zu rauchen, trinken, essen oder sich mehr zu bewegen.
Wozu auch? Wer völlig erledigt von der Arbeit kommt, wird dafür nicht mehr allzu viel Energie übrig haben. Wobei es so nicht ganz stimmt: In Arztberichten stehen diese Empfehlungen durchaus.
Die Rolle der Astrologie könnte bei den eigentlchen Ursachen des Fehlverhaltens liegen. Was sind die psychologischen Hintergründe, dass jemand raucht, trinkt, zu viel isst oder sich zu wenig bewegt?
Es ist kein Fehlverhalten, es ist der Versuch, sich ein ganz klein wenig Genuss oder dringend benötigte Ruhe zu verschaffen. Wer den ganzen Tag in einer Lackiererei arbeitet und diesen Mist dort inhaliert, dem wird dadurch ganz sicher mehr geschadet als durch einige Glimmstengel.

Diese ubiquitären Gesundheitstipps sind meines Erachtens eine Pest und Gehirnwäsche. Sie bürden dem Menschen die Verantwortung auf für die Folgen dessen, was ganz sicher nicht auf ihrem Mist gewachsen ist. Dann joggen sie durch die Wälder und futtern Bio-Krams (sofern sie sich diesen leisten können) und merken irgendwann, dass auch das nicht hilft, die im Übermaß verbrauchte Gesundheit wieder herzustellen oder zumindest auf einem bestimmten Level zu halten. Und so laufen viele noch schneller im Hamsterrad, um sich fit zu machen für die Konkurrenz im Arbeitsleben. Bis sie überhaupt nicht mehr können und bestenfalls eine Depression entwickeln, in schlimmeren Fällen körperliche Erkrankungen, die sie völlig von den Füßen holen.

Dann geht es üblicherweise in eine Reha, die immer darauf abzielt, die Kranken zurück in das Arbeitsleben zu pressen. Daraus wird überhaupt kein Hehl gemacht. Und auch dort wird ihnen gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung gepredigt - was an der Ursache, nämlich in diesem Wirtschaftssystem ein Einkommen erzielen zu müssen und dafür die Gesundheit zu ruinieren - rein gar nichts ändert. Mit welchen Erkrankungen und Gebrechen viele Menschen zurück in den Job gedrängt werden, das ist dem gesunden Menschenverstand nicht mehr zugänglich.
Einsicht ist der erste Weg der Besserung.
Die Einsicht, dass es die Arbeit ist, die in erster Linie krank macht, ist in der Tat ein guter Weg zur Besserung. :yes:

Um es zusammenzufassen: Chiron zeigt meines Erachtens eine Art "globales, umfassendes" Leid an, ein Leid, dem kaum ein Mensch entkommt und das er aus diesem Grund nicht allein heilen kann. Er zeigt das Leid an, das mit dem "in dieser Welt zu sein" untrennbar verbunden ist.

Schönen Abend
Rita

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Chiron

Beitrag von Marc Bonus » So 2. Jul 2017, 21:31

Hallo Rita,

das ist wohl ein Thema, dass dir ganz besonders am Herzen liegt. Bei den meisten Punkten bin ich auch ganz deiner Meinung. da gibt es gar nichts zu diskutieren.

Was man noch hinzufügen könnte, dass Chiron auch parallel mit den ersten Homecomputern erschien. Dieses Schema, dass ein Einzelner (Saturn) sich mit Hilfe von Technik (Uranus) riesiger Datenmengen bemächtigen und damit erstaunliche Wirkungen erzielen und sogar über das Netz viele Leute erreichen kann. Chiron ist auch ein Intellektueller, der seine medizinischen und sonstigen Erfahrungen systematisch auswertet und zum Wohl der Menschheit im Netz allgemein zur Verfügung stellt.

LG Marc

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