Kopfstehende Karten

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frajoscha
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Kopfstehende Karten

Beitrag von frajoscha » Di 30. Okt 2018, 17:11

Hallo miteinander,

ich hatte verschiedentlich beobachtet, dass vor dem Kartenlegen die Karten
willkürlich auf einem Tisch ausgebreitet wurden um dann mit beiden Händen
die Karten durcheinander bewegt wurden.
Dabei wurden unvermeidlich eine unbekannte Anzahl der Karten auf den Kopf
gestellt. Dann wurden die Karten, so wie sie gerade lagen, eingesammelt, ge-
mischt oder nicht gemischt, gelegt.

Das bringt mich zur Frage, welche Natur haben kopfstehende Karten im
Vergleich zu nicht kopfstehende Karten? Was ist bei kopfstehenden Karten zu
berücksichtigen?
Kann man sagen, dass kopfstehende Karten in etwa der retrograden Natur
von Planeten entsprechen? Wer kann profund etwas dazu sagen?
Liebe Grüße, frajoscha.

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Traumprinz
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Kopfstehende Karten

Beitrag von Traumprinz » Di 30. Okt 2018, 17:25

Hallo Frajoscha :)

Ich kann eigentlich nur von der Ignoranten-Warte aus sprechen. :yellowgrin: Soll heißen: ich verwende sie nicht... Ich mische sie in der Hand so, dass sie alle in Reihe bleiben und selbst in den Zeiten, als ich mal so gemischt habe, wie du es beschreibst, habe ich die "verkehrten" einfach umgedreht.

Ich erinnere mich aber an lebhafte Diskussionen mit Leuten, die den kopfstehenden Karten durchaus eine Bedeutung zumessen. Allerdings ist es mir nie ganz klar geworden (bzw. scheint von Deuter zu Deuter unterschiedlich gehandhabt zu werden), welche Bedeutung der Kopflage nun genau zukommt. Die Varianten reichen dabei von "gewissen Hindernissen" bis zur Verkehrung der Kartenbedeutung in ihr Gegenteil. Ich denke, es ist wie mit den Kartenplätzen: man muss sich VOR der Legung im Klaren darüber sein, wie man es handhaben will und dann konsequent danach vorgehen.

Es dürfte sich insgesamt aber um ein recht neues Phänomen handeln, die Kopflage überhaupt zu berücksichtigen. Ich habe nämlich irgendwo (Banzhaf wahrscheinlich...) gelesen, dass bei den älteren Decks eine Richtung gar nicht (bzw. nur bei den Trümpfen) unterscheidbar war. Bevor die kleinen Arkana bebildert wurden, haben die quasi ausgesehen wie ein Skat- oder Schafkopf-Blatt.

Probiere es einfach aus, was für dich am besten handhabbar ist und/oder die stimmigsten Deutungen ergibt. Mir persönlich ist das ein Informationsschritt zu viel, ich habe mit dem Rest schon genug zu tun. :cool:

Liebe Grüße,
Björn

PS: Gerade für solche Fragen wären jetzt die richtig erfahrenen Kartenleger gut zu haben, schade, dass die praktisch alle aus dem Netz verschwunden sind. :heul:

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Astro-Fox
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Kopfstehende Karten

Beitrag von Astro-Fox » Mi 31. Okt 2018, 10:08

Hallo frajoscha,

Ich ignoriere auf dem Kopf stehende Karten. Ich drehe sie einfach um.
Bzw. sie stecken immer richtig im Deck. Sie liegen nie auf dem Tisch.
Wenn ich einzelne Karten ziehe, mische ich, nehme die oberste, mische erneut,...

Auch Karten, die beim Mischen herausspringen, stecke ich wieder ins Deck.
Ich habe das halt im Vorfeld mit mir ausgemacht.

Grüße
* Astro-Fox *

www.astro-fox.de

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Kopfstehende Karten

Beitrag von frajoscha » Mi 31. Okt 2018, 11:16

Hallo Astrofox und Traumprinz,

danke viel mal für Eure Ratschläge und Gedanken zu den "Kopffüßern".

Es könnte so aussehen als wäre das Thema etwas was jeder für sich selbst
ausklamüsern müsste.

Es ist nicht einmal geklärt ob Ignorieren oder nicht sinnvoll ist. Man muss
es ausprobieren und buchführen. Dieselben Karten verwenden, einmal mit
und einmal ohne Kopfstand. Die Praxis wird die Antwort geben.
Grüße Euch, frajoscha

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Kopfstehende Karten

Beitrag von GreenTara » Mi 31. Okt 2018, 11:41

Hallo zusammen, hallo frajoscha :)
frajoscha hat geschrieben:
Mi 31. Okt 2018, 11:16
Es könnte so aussehen als wäre das Thema etwas was jeder für sich selbst
ausklamüsern müsste.
Ich gehöre auch zu den "Ignoranten" und drehe kopfstehende Karten um, so sie auftauchen. Allerdings wühle ich die Karten nie auf dem Tisch durcheinander, sondern mische, fächere sie auf dem Tisch auf und ziehe dann.
Es ist nicht einmal geklärt ob Ignorieren oder nicht sinnvoll ist. Man muss
es ausprobieren und buchführen. Dieselben Karten verwenden, einmal mit
und einmal ohne Kopfstand. Die Praxis wird die Antwort geben.
Ich war ja ziemlich aktiv im Forum von tarot.de (das jetzt leider auch geschreddert ist), da konnte man, wenn man wollte, jeden Tag mindestens 5 Legungen deuten oder die Deutungen der anderen lesen. Die meisten haben kopfstehende Karten ignoriert und dennoch absolut gute Deutungen geliefert. Wenn man derart gut in Übung ist, erschließen sich die "Schattenseiten" einer Karte auch, wenn man sie nicht "kopfüber" deutet. Mein Rat wäre tatsächlich, zu deuten, bis dir der Schädel brummt. Leider haben wir hier nicht jeden Tag mehrere Legungen zum Deuten - in anderen Foren leider auch nicht.

Falls das Buch noch erhältlich ist und dich das Thema umtreibt: In "Schlüsselworte zum Tarot" erläutert Banzhaf auch immer kurz die Bedeutung einer Karte in umgekehrter Stellung. Er selbst hat aber in den Legungen, die ich gesehen haben, nie mit umgekehrten Karten gearbeitet.

Liebe Grüße
Rita
»Menschliche Reife ist das Richtige zu tun, selbst wenn es die Eltern empfohlen haben.«

Paul Watzlawick

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Kopfstehende Karten

Beitrag von frajoscha » Mi 31. Okt 2018, 16:19

Hallo Rita,

besten Dank für Deinen Tipp.
Ich werde vermutlich so vorgehen, dass ich vorerst ohne kopfstehende Karten deute.
Je nachdem wie es ausgeht werde ich erfahren ob ich so weitermachen kann oder nicht.
Lieber Gruß, frajoscha

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