Das 12. Haus - ein Geheimnis?

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Traumprinz
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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von Traumprinz » Do 5. Sep 2019, 16:05

Huhu ihrs :)

Ich hab mir Ritas ersten Beitrag mal rausgepflückt und ein wenig gekürzt, damit die Zusammenhänge eindeutiger werden:
GreenTara hat geschrieben:
Mi 7. Okt 2015, 23:10
Aus der Haltung des gewöhnlichen Bewusstseins heraus erscheint diese Allverbundenheit mystisch, schwer erreichbar, kaum erklärlich. Das „gewöhnliche Bewusstsein“ wird etwa von Richard Moss als das Bewusstsein des Ersten Wunders beschrieben. Dieses Bewusstsein ist ein Wunder, denn die Natur selbst hat in einem langen Prozess eine Lebensform geschaffen, die ein Bewusstsein ihrer selbst hat. Aus diesem Bewusstsein heraus geschieht zwangsläufig eine Trennung in Objekt und Subjekt: Ich hier und da die Anderen.
Man hätte davor natürlich einen Absatz machen können, aber eigentlich ist das für jeden, der sinnerfassend zu lesen in der Lage ist, eindeutig. :yellowgrin: :p:

Und weiter zum 2. Wunder:
Das Bewusstsein des Zweiten Wunders empfindet sich nicht mehr als getrennt. Das Erste Wunder ist Voraussetzung dieses erneuten Wunders, und es ist Zeuge hierfür. Im Bewusstsein des zweiten Wunders wird man wie die Kinder, erlebt sich ungetrennt vom Geschehen, vom Leben. Man ist also in diesen Zuständen, in denen das Ich mit dem Tun, mit dem Erleben verschmilzt, im „Paradies“, im 12. Haus.

Liebe Grüße,
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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von vergnuegt » Do 5. Sep 2019, 16:40

Hallo zusammen,

@ GreenTara
Mir war schon klar, dass meine Sichtweise diejenigen auf den Plan rufen wird, die im 12.Haus partout nix auch nur halbwegs Gutes verorten wollen. :D
Ich habe nur versucht historisch herzuleiten, warum das 12. Haus vielleicht so verrufen ist - weil es eben nicht mainstreamig ist und früher jede "Andersartigkeit", v. a. im negativen Sinne, hier zugeordnet wurde. Denn "anders" zu sein, hat vielleicht den Bestand der Familie bedroht. Ich selbst habe 5 Planeten im 12. Haus und ich fühle mich sehr wohl damit.

Wenn ich mir die Diskussionen der letzten 10 Jahre über das 12. Haus in diversen Foren vergegenwärtige, dann scheint es mir so zu sein, dass viele Menschen an ihren 12.-Haus-Planeten deshalb leiden, weil sie sich "anders" fühlen - und versuchen, mit dem Mainstream mitzuhalten. Und sie merken nicht, dass sie eigentlich schon dort sind, wo viele hinwollen.
GreenTara hat geschrieben:
Mi 7. Okt 2015, 23:10
Aus der Haltung des gewöhnlichen Bewusstseins heraus erscheint diese Allverbundenheit mystisch, schwer erreichbar, kaum erklärlich. Das „gewöhnliche Bewusstsein“ wird etwa von Richard Moss als das Bewusstsein des Ersten Wunders beschrieben. Dieses Bewusstsein ist ein Wunder, denn die Natur selbst hat in einem langen Prozess eine Lebensform geschaffen, die ein Bewusstsein ihrer selbst hat. Aus diesem Bewusstsein heraus geschieht zwangsläufig eine Trennung in Objekt und Subjekt: Ich hier und da die Anderen.
Man hätte davor natürlich einen Absatz machen können, aber eigentlich ist das für jeden, der sinnerfassend zu lesen in der Lage ist, eindeutig. :yellowgrin: :p:

Und weiter zum 2. Wunder:
Das Bewusstsein des Zweiten Wunders empfindet sich nicht mehr als getrennt. Das Erste Wunder ist Voraussetzung dieses erneuten Wunders, und es ist Zeuge hierfür. Im Bewusstsein des zweiten Wunders wird man wie die Kinder, erlebt sich ungetrennt vom Geschehen, vom Leben. Man ist also in diesen Zuständen, in denen das Ich mit dem Tun, mit dem Erleben verschmilzt, im „Paradies“, im 12. Haus.
[/quote]

OK, da hab ich was verwechselt, sorry. :confused:

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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von PoW » Fr 6. Sep 2019, 10:41

Huuhuuu :)
Traumprinz hat geschrieben:
Do 5. Sep 2019, 16:05
Ich hab mir Ritas ersten Beitrag mal rausgepflückt und ein wenig gekürzt, damit die Zusammenhänge eindeutiger werden:
Oh ich verstehe, ich hab es genau falsch herum ... :axo:
das erste wunder ist, dass wir unser bewusstsein bilden. uns quasi abkapseln vom paradies. das zweite wunder ist dann dass wir wieder lernen müssen ins "paradies" zu gelangen - sprich wenn wir zb tanzen, dass wir eins werden mit dem tanzen. dass wir verschmelzen mit dem was wir tun.

Hab ich es jetzt ? :D

Liebe Grüße
PoW

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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von Traumprinz » Fr 6. Sep 2019, 10:52

Hallo Birgit :)
PoW hat geschrieben:
Fr 6. Sep 2019, 10:41
Hab ich es jetzt ? :D
Bis auf sprachliche Feinheiten, ja. ;)

Im Zustand des 2. Wunders brauchst du nicht mehr lernen, eins zu werden, denn dann bist du schon da, zumindest für den einen Moment. Und über das Lernen-"Müssen" lasse ich mich jetzt nicht aus. :cool:

Aber ich denke, du hast es jetzt richtig einsortiert, ja.

Liebe Grüße,
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Beitrag von PoW » Fr 6. Sep 2019, 11:05

Hallo Traumprinz :)
Traumprinz hat geschrieben:
Fr 6. Sep 2019, 10:52
Bis auf sprachliche Feinheiten, ja. ;)
Oh das war eine schwere geburt :lacher:
Im Zustand des 2. Wunders brauchst du nicht mehr lernen, eins zu werden, denn dann bist du schon da, zumindest für den einen Moment. Und über das Lernen-"Müssen" lasse ich mich jetzt nicht aus. :cool:
Ja das verstehe ich .
:spitze:

Haha sorry, "lernen müssen" - ich bin halt nicht die beste mit ausdrucken. ich würde ja gern sagen, ich gebe mir mühe, aber das viel mir nicht mal auf :yellowgrin:

Liebe Grüße
PoW

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Beitrag von Traumprinz » Fr 6. Sep 2019, 12:21

Huhu Birgit :)
PoW hat geschrieben:
Fr 6. Sep 2019, 11:05
Oh das war eine schwere geburt :lacher:
Jetzt ist es ja überstanden. ;)
Haha sorry, "lernen müssen" - ich bin halt nicht die beste mit ausdrucken. ich würde ja gern sagen, ich gebe mir mühe, aber das viel mir nicht mal auf :yellowgrin:
Genau deswegen mache ich gerne mal auf so etwas aufmerksam, denn an seinen eigenen Formulierungen kann man auch durchaus ein wenig über sein eigenes Weltbild lernen. Bin ich aber auch erst von außen drauf gestoßen worden, selbst kommt man da eher nicht drauf. :D

Liebe Grüße,
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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von Hellebardier » Fr 4. Okt 2019, 16:38

GreenTara hat geschrieben:
Mi 7. Okt 2015, 23:10
Hallo zusammen :)


Das Zweite Wunder ist im Grunde genommen nichts weiter als eine Verlagerung der Aufmerksamkeit. Wer aber meint, diese Zustände noch nie erlebt zu haben, in denen man völlig „verschmilzt“, dem scheinen diese Zustände kaum erreichbar und „unbeschreiblich“. Dabei ist es eine andere Form der Präsenz. Im 12. Haus sieht man die Dinge, wie sie sind (auf tibetisch heißt das „Chö“, im Sanskrit „Dharma“). Ungeschminkt, ungefiltert, ohne Urteile, ohne Konzepte. Es ist der volle Kontakt zu dem, was ist, zum Leben an sich.

Liebe Grüße
Rita

PS. Das Buch von Richard Moss ist noch erhältlich: http://www.amazon.de/Das-zweite-Wunder- ... 3502202214
Hallo Alle
Ja schön umschrieben :yes:
Es ist da ein Moksha-Haus d.h. das Haus der Befreiung von karmischen Bindungen. Hier ist das wahre Lebensziel erreicht. So wie oben beschrieben.
Nur haben wir auf dieser unserer Seite des Lebens eine andere Wahrnehmung, nämlich wir empfinden es als Verlust. Desshalb auch das Haus des Verlustes. Das heisst dann, dass alles was mit dem 12. Haus in Berührung kommt, wird zerstreut, nicht fassbar und auch weniger festgelegt!
So sind Planeten im 12. Haus z.B. Herr des 1. Hauses kann das auch ein mangelndes Selbstvertrauen bedeuten. Oder Jupiter im 12. Haus kann das für Geldangelegenheiten wie Ausgaben und ähnliches auch eine Suche nach Geld sein.
Das 12. Haus löst also alles auf mit dem es ih Berührung kommt. :ohnmacht:

Das sind für uns eher unangenehme Bedingungen, aber in Bezug auf die spirituelle Seite unseres Lebens sind das wirklich gute Aussichten. Denn wer zum Beispiel kein zu grosses EGO mehr hat, und damit auch umgehen gelernt hat, wird wirklich eine Lebensqualität erfahren die man nicht für möglich halten wird etc. :king:

Ich werde darüber eine Zusammenfassung schreiben und hier einstellen. Denn dieses Haus hat ja nicht nur negative Seiten. Eine positive davon werde ich noch hier einstellen. Es gibt ein Deutungsverfahren für das 12.Haus, das der bekannte Astrologe BV. Raman in seinem Buch "How to judge a horoscope" beschreibt. Sehr einfach und wirkungsvoll.
Gruss Hellebardier
Jupiter gibt Hoffnung, Saturn lässt es geschehen. (Kelleher)
Nicht in alle Ewigkeit geht, was wir getan zu grunde, alles reift zu seiner Zeit und wird Frucht zu seiner Stunde (Divyavana)
Das Horoskop repräsentiert dem Baum, die Nakshatras Positionen die Wurzel und die Navamshas repräsentieren die Frücht (J.Sekhar)

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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von GreenTara » Do 10. Okt 2019, 11:48

Hallo Hellebardier :)

beinahe hätte ich auf deinen Beitrag vergessen, sorry.
Hellebardier hat geschrieben:
Fr 4. Okt 2019, 16:38
Ich werde darüber eine Zusammenfassung schreiben und hier einstellen. Denn dieses Haus hat ja nicht nur negative Seiten. Eine positive davon werde ich noch hier einstellen. Es gibt ein Deutungsverfahren für das 12.Haus, das der bekannte Astrologe BV. Raman in seinem Buch "How to judge a horoscope" beschreibt. Sehr einfach und wirkungsvoll.
Zusammenfassung und Verfahren interessieren mich sehr, weil ich ja auf ganz andere Weise dazu gekommen bin, das 12. Haus nicht nur negativ zu bewerten. :yes: Was die ganze Angelegenheit bissel schwierig macht, ist die Tatsache, dass sich bestimmte Erfahrungen und Einsichten, die ich dem 12. Haus zuordne, kaum noch verbal kommunizieren lassen, man also auf so etwas wie Gleichnisse und bildhafte Umschreibungen zurückgreifen muss. So gesehen ist es tatsächlich etwas "ungreifbar" und wenig konkret. Das Erleben bezüglich des 12. Hauses hingegen ist sehr real und es kann die "persönliche Wirklichkeit" stark verändern.

Liebe Grüße
Rita
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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von Sallysnake » Do 10. Okt 2019, 20:31

Hallo miteinander!

Das ist ja ein ganz großartiges Forum! :spitze:

Ich beschäftige mich seit 30 Jahren hobbymäßig mit Astrologie, seit einiger Zeit mache ich eine Ausbildung.

Ich will hier nur kurz meine ganz persönliche Sicht auf das 12. Haus darlegen (ich habe nach Placidus die [so_k] , nach Campanus [so_k], [me_k] ,und [ju_k] im 12., [ve_k] 2° vor Spitze des 12,):
Für mich ist das 12. Haus:"Daheimsein" in meiner inneren, seelischen Heimat, etwas das was mir niemand wegnehmen kann, bedeutet innere Ruhe und alleine sein KÖNNEN, nicht müssen. Viele der gängigen Deutungen sind recht daneben, finde ich.
Das ist aber wie gesagt meine ganz persönliche Sichtweise.
@Rita: dein Ansatz ist auch wunderschön und trifft es für mich ziemlich auf den Punkt!!! :spock:

Schönen Abend
Silke

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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von GreenTara » Do 10. Okt 2019, 20:49

Hallo Silke :)

herzlich willkommen im Forum und dir und uns einen angenehmen Austausch.
Sallysnake hat geschrieben:
Do 10. Okt 2019, 20:31
Viele der gängigen Deutungen sind recht daneben, finde ich.
Das ist aber wie gesagt meine ganz persönliche Sichtweise.
Der Ansicht war ich ebenfalls, und das war die Intention, diesen kurzen Artikel zu schreiben. Eine weitere Intention war, deutlich zu machen, dass das, was viele suchen und dann als "Spiritualität" oder "spirituell sein" bezeichnen, gar nichts Abgehobenes, weit Entferntes sein muss, sondern in aller Regel direkt vor der Nase liegt, gar nicht so furchtbar kompliziert zu finden sein muss, sondern "erschütternd einfach" und damit ganz alltäglich sein kann.

Schöne Grüße
Rita
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Das 12. Haus - ein Geheimnis?

Beitrag von Sallysnake » Do 10. Okt 2019, 21:30

Hallo nochmal!

Genau so ist es: sich in irgendetwas völlig verlieren können (kann alles sein: eine Ameise, Gedanken, sogar anstrengende körperliche Arbeit)
ohne weitere Intentionen - einfach nur sein. Es ist auch so etwas wie sich selbst nicht so wichtig nehmen müssen und stattdessen alles.
Insofern vielleicht die Assoziation Eingebundensein = Einswerden = Spiritualität?

Liebe Grüße
Silke

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Beitrag von GreenTara » Fr 11. Okt 2019, 11:40

Hallo Silke :)
Sallysnake hat geschrieben:
Do 10. Okt 2019, 21:30
Genau so ist es: sich in irgendetwas völlig verlieren können (kann alles sein: eine Ameise, Gedanken, sogar anstrengende körperliche Arbeit)
ohne weitere Intentionen - einfach nur sein. Es ist auch so etwas wie sich selbst nicht so wichtig nehmen müssen und stattdessen alles.
:yes:
Insofern vielleicht die Assoziation Eingebundensein = Einswerden = Spiritualität?
So ungefähr, wobei mir der Aspekt wichtig ist, dass man es auch bemerken sollte, ansonsten wäre es eher eine unbewusste Versunkenheit. Oder wie es Richard Moss ausdrückte: Dieses Zweite Wunder bedarf des Ersten Wunders als eine Art Zeuge.

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