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GreenTara
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Beitrag von GreenTara » Di 19. Sep 2017, 14:36

Hallo zusammen :)

bekomme nur ich glasige Augen beim Lesen von Texten dieser Art?
Der Fortschritt der kapitalistischen Dienstleistungs- und Computer-Technologie-Revolution ist - neben fanatisierten Zwillinge-Mars und zentralen edukativen aber auch luziferischen Welthauptstadts-Merkur - in der Jungfrau-Konjunktion in Opp. zum 1.Computerpionier Babbage (Analytical Engine – Bauer) im T-Qua. auf den Fortschrittspusher ZwillingePrometheus angezeigt – im sextilhaften Wiegenaspekt unterstützt durch Stier-Mathesis (Geldverdienen mittels Rechnen bzw. Algorithmen) & durch Computer- und Informatikpionier Turing bzw. elektronische Parallelwelten Orcus, siehe auch Logos (Logik) und Pascal (Rechenmachinenbauer, Programmierung): der Silicon Valley-Zyklus bis 2104
Oder
Der fundamentale Machtwechsel der Uranus-Pluto-Gruppen in Europa – 2012 - 2015er Quadrat gegen Mitte 60er Konjunktion (klassisch Rechtsruck vs. Linksruck genannt): von ökonomisch - global mit linker Kulturhegemonie - zu streitbar-chaotisch-konservativpatriotisch-abschottend lokal: krisenhaft-chaotische Kulturkritik der Verrandeten / Abgehängten am globalisierten Kapitalismusturbo mit linker Hegemonie durch die polarisierend aufrüttelnde Europäische Finsternis vom 20.03.2015 (mit aufrüttelnden karmischen Angstgroßkreuz incl. alter Wahnintrusionen vor marodierenden Gruppen an
den Achsen in Berlin) und deren vieler Vertreter: die mitunter kriminelle (Laverna) Migrationswelle, der ultrakonservative schariapropagierende Islamisierungsschub nach Europa und der angstüberflutete ernste, autoritäre „Rechtspopulismus“ als Reaktion darauf und auf die haarsträubend unrealistischen Einseitigkeiten des gesamten bisherigen Politik-Establishments im hilflose Folgen der hilflosen Kanzlerin.
Was für ein Satz. :eek: :ohnmacht:

Entnommen sind diese Abschnitte dem Begleit-PDF einer Radiosendung, abrufbar hier. In der Sendung selbst werden dann auch kleine Seitenhiebe in die Richtung derjenigen Astrologen verteilt, die nicht jeden Asteroiden verwenden wollen. Insofern halte ich es für legitim, auch ein wenig kritisch auf diese Auslassungen zu schauen.

Am meisten stört mich die Sprache; diese Aneinanderreihung von Substantiven und Adjektiven hat schon etwas Beschwörendes. Vor allen wird dadurch das Verständnis nicht erleichtert, sondern erschwert. Mir ist auch nach dem dritten Lesen nicht klar, was hier ausgedrückt werden soll:

... krisenhaft-chaotische Kulturkritik der Verrandeten / Abgehängten am globalisierten Kapitalismusturbo mit linker Hegemonie durch die polarisierend aufrüttelnde Europäische Finsternis vom 20.03.2015

Hm, die Kritik an der Kultur, die von Abgehängten am Kapitalismus geäußert wird, ist krisenhaft und chaotisch. Wo gehört die linke Hegemonie in diesem Satzungetüm hin und was soll das eigentlich sein, eine "linke Hegemonie"? :gruebel:

Auch an dieser Formulierung blieb ich hängen, denn wie kann ein Schub extrem konservativ und propagierend sein (der ultrakonservative schariapropagierende Islamisierungsschub)?

Anerkennenswert: Der Umfang der für die Sendungen gefertigten PDFs ist erheblich; da steckt also schon eine Menge Arbeit und Zeit drin und wer mag, kann die zugrunde liegenden Horoskope nachbauen und selbst studieren.

Schöne Grüße
Rita
»Aber zu viele dieser Menschen in Deutschland verstehen unter Haltung das Halten der Schnauze.«
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federkiel
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Beitrag von federkiel » Di 19. Sep 2017, 16:37

Hallo Rita :axo:

Der Autor himself:
Mein uranisch-neptunisch-plutonischer Weg führte durch verschiedene Flusswindungen, u.a. nach 10 Jahren praktisch energetischer Arbeit als DJ und besonderer Initiation 1998 zum Diplompsychologen (FU Berlin) und Heilpraktiker für Psychotherapie (2001) ......ff.........
http://www.astrologie-zentrum-berlin.de/?menu=1

Zudem sind Werner Helds Horoskope dermaßen überladen, daß man gar nichts mehr erkennen kann, ich zumindest nicht.
Ebenso halt seine Sprache. Außerdem zuviel Eso........

Zu Studienzeiten mußte ich Autoren der Frankfurter Schule lesen, mit standen auch da die Haare zu Berge, weil die Texte äußerst verhirnt waren.

Grüße
Elisabeth

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Beitrag von GreenTara » Di 19. Sep 2017, 22:06

Hallo Elisabeth :)
federkiel hat geschrieben:
Di 19. Sep 2017, 16:37
Zudem sind Werner Helds Horoskope dermaßen überladen, daß man gar nichts mehr erkennen kann, ich zumindest nicht.
Dann sind wir schon zu zweit, ich kann nämlich auch nichts mehr erkennen. Es gab auf Sternwelten als Gag mal ein Horoskop für Hardcoreastrologen. Da hatte Max Attems alle möglichen Asteroiden, Aspekte, Nebenaspekte und Halbsummen eingeblendet und das Ergebnis war zum Brüllen komisch, weil man nämlich rein gar nichts mehr gesehen hat. :lol: Wie dem auch sei: Ich habe mir ungefähr eine halbe Stunde der Radiosendung angehört und versucht, das Gesagte nachzuvollziehen. Das war zuviel.
Ebenso halt seine Sprache.
Überladen trifft es wohl ganz gut. Zudem habe ich mir angesehen, wie er mit den Asteroiden arbeitet. Bei Orben um die 2° und mehr ist es kein Wunder, wenn man nichts mehr sieht.
Zu Studienzeiten mußte ich Autoren der Frankfurter Schule lesen, mit standen auch da die Haare zu Berge, weil die Texte äußerst verhirnt waren.
Du hast nachträglich mein Mitgefühl. Glücklicherweise ist mir das Lesen müssen erspart geblieben. Aus eher kleinen Verhältnissen kommend, war ich während des Studiums der Ansicht, ich müsse etwas für meine Allgemeinbildung tun und habe ernsthaft versucht, mir zumindest einen Überblick über die Philosophie zu verschaffen. Irgendwann beschloss ich, ich sei zu dusselig dafür. Dass ich es nicht bin, habe ich erst kürzlich begriffen.
Außerdem zuviel Eso........
Ich denke nicht, dass dieser Esokrams und die Psychologisiererei "der Astrologie" gut tun. So etwas
Asteroiden verweisen oft auch besonders auf unsere früheren Leben, auf archetypische Erfahrungen, Rollen und Gaben, die tief in unsere Seele eingegangen sind.
halte ich für völlig unangemessen, da nicht überprüfbar, aber bestens geeignet, bei dafür Empfänglichen Gewissensbisse oder diffuse Schuldgefühle hervorzurufen.

Schöne Grüße
Rita
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Beitrag von GreenTara » Di 19. Sep 2017, 22:20

Hallo zusammen :)

brennend interessiert hat mich, wie sich eine Mondfinsternis heliozentrisch darstellt. Dass Mond und Erde dafür zwingend in Konjunktion stehen müssen, ist klar. (Jedenfalls auf den ersten Blick. Dummerweise ist das aber immer so, weil Erde und Mond von der Sonne aus gesehen eng beieinander stehen.) Die Erde ist vermutlich auch groß genug, um mit ihrem Schatten den Mond zu bedecken. Aber wie sieht es mit einer Sonnenfinsternis vom heliozentrischen Standpunkt aus?

Ich komme darauf wegen der Zeichnungen in dem bereits verlinkten PDF (Horoskop Nr. 6). Auch hier steht die Erde in Konjunktion zum Mond, aber da wird ganz sicher nicht die Sonne verdunkelt. Was verdunkelt werden könnte, wäre die Erde. Da ist jedoch die Frage, ob der Mond groß genug und das Entfernungsverhältnis Mond/Erde so beschaffen ist, um die Erde mit dem Mondschatten zu bedecken. Also ist diese Darstellung eher unsinnig oder was denkt oder wisst ihr darüber?

Zur besseren Anschaulichkeit habe ich die letzte partiale Mondfinsternis und die Sonnenfinsternis von August heliozentrisch berechnet (die umgedrehte Venus stellt die Erde dar):

MoFi helio.png
MoFi helio.png (197.56 KiB) 483 mal betrachtet
SoFi helio.png
SoFi helio.png (194.15 KiB) 483 mal betrachtet

Schöne Grüße
Rita
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