Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Astrologie nach traditionellen alten Meistern (William Lilly etc.)
Stundenhoroskope, Geburtshoroskope etc.
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Max
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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von Max » Sa 17. Mär 2018, 09:48

cazimi hat geschrieben:
Fr 16. Mär 2018, 18:42
Hallo Max,
wird der Grad des Lichtes in der Radix oder, wie du es machst, in dem
(hier) Vollmondoroskop untersucht?
Es wird der Grad des Lichtes im entsprechenden Voll- oder Neumondhoroskop, so wie es Rita macht, untersucht.

Dann wieder zum Geburtshoroskop und schauen ob einer der Planeten, die in dem Grad des Voll- oder Neumondhoroskops
Würden hat, einen Aspekt zum AC oder MC bilden.

Der Planet, der einen Aspekt bildet, ist der Animodar.

Jetzt bin ich noch fündig geworden, und zwar handelt es sich um ein kleines Büchlein aus dem Baumgarnter-Verlag mit
dem Titel "Geburtszeitkorrektur-Methoden in der Astrologie":
"Die Konjunktion eines Hauptlichtes auf Ecke setzt sich am stärksten durch. Fehlt eine solche Hauptlicht-Konjunktion auf Ecke
(Steht SO oder MO nicht exakt auf einer Ecke), dann setzt sich die Konjunktion eines Gestirns auf die Ecke durch. In dritter Linie ein starker Hauptlichter-Aspekt auf Ecke und erst wenn all das nicht gegeben ist, erst dann notfalls als letzten die gleiche Gradzahl irgend eines Gestirns mit einer Ecke."
Ich bitte um Nachsehen, dies nicht schon in meinem ersten Beitrag erwähnt zu haben.

Meine Erklärung bezog sich allein auf das Horoskop von Elias.

Herzlichen Gruß
Cazimi




Hallo Cazimi,
vielen Dank, daß Du meine Frage so ausführlich und umfassend
und mit neuen Informationen beantwortet hast! :spitze: :blumen: :)

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, hoffentlich
ohne Zahnschmerzen!

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cazimi
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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von cazimi » Sa 17. Mär 2018, 17:22

Hallo Max,

gerne doch.

Habe eine Wurzelbehandlung durchgeführt. Jetzt ist nur noch die Frage, ob es sich auch bewähren wird, bei so einem alten Zahn
und der dem entsprechenden Zahneignerin.

Grüsse
Cazimi

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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von vergnuegt » So 18. Mär 2018, 16:20

Hallo, Cazimi :)
hallo zusammen :)

erstmal herzlichen Dank für Deine Erklärungen zur Animodar-Methode!

So ganz blicke ich aber noch nicht ganz durch :) Ich versuche es mal zusammenzufassen:

1. Erstellen des Radix (das Häusersystem spielt hier keine Rolle, sondern nur die Achsen AC - DC - IC - MC).

2. Erstellen des Neumond- oder Vollmondhoroskops, je nachdem, ob ein Vollmond oder ein Neumond der Geburt vorausging. Bei Neumondhoroskopen ist es eine gradgenaue Konjunktion von Sonne und Mond, beim Vollmond eine gradgenaue Opposition von Sonne und Mond. Alternativ kann man den SAN in der Traditionell.ape-Vorlage in astroplus verwenden.

3. Bei Vollmond wird das Licht über der Erde berücksichtigt (Häuser 7 - 12), also entweder Sonne oder Mond

Bei Neumondhoroskopen hängt es von der Hausstellung der Konjunktion ab? Ist die Konjunktion in den Häusern 1-6 unter der Erde der Mond, ist die Konjunktion über der Erde (Häuser 7-12) die Sonne?

4. Untersuchung der Sonne (oder des Mondes?) im Radixhoroskop anhand der Würdentabelle und der Stellung.

Was hat Vorrang?
a) Wenn die Lichter (Sonne - Mond) im Neu- oder Vollmondhoroskop an einer Achse stehen (AC - DC, MC - IC)? Wie wird dann weiter verfahren?

b) Würdenplaneten der Sonne oder des Mondes im Radixhoroskop ermitteln und im Voll- oder Neumondhoroskop nachsehen, welcher Aspekt (egal welcher) die Planeten, die in Würde stehen (egal welche) als nächstes zustandekommen?

Was ist, wenn es bereits Aspekte im Neu-/Vollomndhoroskop mit dem AC und dem MC gibt (also den Ecken)? Gelten diese dann auch und hängt des dann von der Gradgenauigkeit ab bzw. welcher applikative Aspekt als nächstes vollkommen wird?

In meinem Neumondhoroskop steht die Sonne-Mond-Konjunktion gradgenau auf dem DC. Ich hänge die Grafik mal an.
Im Radix steht der Saturn 3 Grad vom AC entfernt.
Neumond.png
Neumond.png (151.28 KiB) 774 mal betrachtet
Und das Radix
Horoskop.png
Horoskop.png (160.04 KiB) 774 mal betrachtet
Danke schon mal für Eure Hilfe!

Schönen Sonntag!
vergnuegt

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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von Chanda » So 18. Mär 2018, 17:23

Hallo vergnügt,

zu deiner Frage "3.":
dein erster Satz: Ja.
Dein zweiter Satz ist zu verneinen. Es hängt nichts von den Häusern bei Neumond ab oder ob der SAN über oder unter dem Horizont steht. Es wird einfach der Grad des Syzygiums genommen und die Planeten notiert, die dort Würden haben. Und diese Planeten sollen bzw. einer von ihnen einen Aspekt ZUM RADIX und seinen Achsen haben.

zu "4.":
Wenn eines der Lichter im Radix in Konjunktion zu einer Achse steht, dann ist dieses Licht der Animodar und man verfährt gar nicht weiter, sondern wenn der Orbis klein genug ist, stimmt die Geburtsuhrzeit des Radix.

zu "4. b": Nein, überhaupt nicht, das wird nicht angesehen.

Wenn es Aspekte im Syzygium zu den Achsen gibt, spielt das für diese Geburtszeitkorrektur nach dem Animodar keine Rolle.

Bei dir dürfte der Animodar dann Saturn sein, der im Radix am AC steht, also dürfte deine Geburtsuhrzeit stimmen. Soweit ich die Methode richtig verstanden habe, muss der Aspekt zu einer Achse nicht gradgenau sein.

Ich hoffe, ich habe alle Unklarheiten beseitigen können und Cazimi ist mir nicht böse über die Einmischung.

Viele Grüße
Chanda

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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von Traumprinz » So 18. Mär 2018, 17:36

Hallo vergnuegt :),
Cazimi :) und
zusammen :) (irgendwas müssen wir mal mit den Anreden machen :D )

ich will cazimi jetzt nicht vorgreifen, aber das hier ist eine schöne Übung, um zu sehen, wie weit ich das System schon begriffen habe. (Auch von mir herzlichen Dank an dieser Stelle: sehr interessante Methode! :yes: )
vergnuegt hat geschrieben:
So 18. Mär 2018, 16:20
1. Erstellen des Radix (das Häusersystem spielt hier keine Rolle, sondern nur die Achsen AC - DC - IC - MC).

2. Erstellen des Neumond- oder Vollmondhoroskops, je nachdem, ob ein Vollmond oder ein Neumond der Geburt vorausging. Bei Neumondhoroskopen ist es eine gradgenaue Konjunktion von Sonne und Mond, beim Vollmond eine gradgenaue Opposition von Sonne und Mond. Alternativ kann man den SAN in der Traditionell.ape-Vorlage in astroplus verwenden.

3. Bei Vollmond wird das Licht über der Erde berücksichtigt (Häuser 7 - 12), also entweder Sonne oder Mond
So weit ist glaube ich alles in Ordnung und auch verständlich.
Bei Neumondhoroskopen hängt es von der Hausstellung der Konjunktion ab? Ist die Konjunktion in den Häusern 1-6 unter der Erde der Mond, ist die Konjunktion über der Erde (Häuser 7-12) die Sonne?
Hatte ich mich auch gefragt, aber da beide auf dem gleichen Grad stehen, sind auch die Würden identisch - sollte also keine Rolle spielen. (Es sei denn, da werden noch irgend welche Winkelzüge gemacht?)
4. Untersuchung der Sonne (oder des Mondes?) im Radixhoroskop anhand der Würdentabelle und der Stellung.
Das habe ich anders verstanden: Du schaust im Radix nach den Planeten, die vorher in der Würdentabelle aufgetaucht sind. Und dann, welcher von diesen am nächsten zum exakten Aspekt mit einer Achse steht. Die Achse (bzw. die zugehörige Zeit) wird dann so hingedreht, dass der Aspekt exakt wird. (Ach so, hast du weiter unten in Punkt b) aufgeführt). Das war es dann schon, wenn ich das richtig verstanden habe...
a) Wenn die Lichter (Sonne - Mond) im Neu- oder Vollmondhoroskop an einer Achse stehen (AC - DC, MC - IC)? Wie wird dann weiter verfahren?
Im Syzygium interessieren nur die Würden, nicht die Achsen.

Liebe Grüße,
Björn

PS @cazimi: eine Frage habe ich aber auch noch. :D Es ist ja immer die Frage, wie genau eine Geburtszeit ist. Wonach entscheide ich, ob vielleicht nicht der engste Aspekt der richtige ist, sondern eventuell erst ein späterer? :gruebel:

PPS: Hat sich mit chanda (huhu ;) ) überschnitten. :crazy:

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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von vergnuegt » So 18. Mär 2018, 18:07

Liebe Chanda, :)
lieber Traumprinz, :)
liebe Cazimi, :)
und alle anderen :)

@ Chanda: Danke für Deine Erklärung!

Also kann man sagen:
1. Erstellen des Radix (das Häusersystem spielt hier keine Rolle, sondern nur die Achsen AC - DC - IC - MC).
2. Erstellen des Neumond- oder Vollmondhoroskops, je nachdem, ob ein Vollmond oder ein Neumond der Geburt vorausging. Bei Neumondhoroskopen ist es eine gradgenaue Konjunktion von Sonne und Mond, beim Vollmond eine gradgenaue Opposition von Sonne und Mond. Alternativ kann man den SAN in der Traditionell.ape-Vorlage in astroplus verwenden.
3. Bei Vollmond wird das Licht über der Erde berücksichtigt (Häuser 7 - 12), also entweder Sonne oder Mond. Bei Neumondhoroskopen nimmt man das Syzygium und prüft die Würden anhand des Zeichenstandes (z. B. Widder, ...).
4. Wenn eines der Lichter im Radix in Konjunktion zu einer Achse steht, dann ist dieses Licht der Animodar und man verfährt gar nicht weiter, sondern wenn der Orbis klein genug ist, stimmt die Geburtsuhrzeit des Radix.
5. Wenn das nicht der Fall ist, suche ich die nächste Konjunkltion der Planeten, die im SAN Würde besitzen. Der nächste Aspekt gewinnt :)
Traumprinz hat geschrieben:
So 18. Mär 2018, 17:36
Hatte ich mich auch gefragt, aber da beide auf dem gleichen Grad stehen, sind auch die Würden identisch - sollte also keine Rolle spielen. (Es sei denn, da werden noch irgend welche Winkelzüge gemacht?)
Richtig! Ich betrachte hier ja das Zeichen - und die Würden im Zeichen ändern sich nicht :axo:

Euch allen einen schönen Sonntag!

Stefan

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Beitrag von Max » So 18. Mär 2018, 23:37

vergnuegt hat geschrieben:
So 18. Mär 2018, 16:20
4. Untersuchung der Sonne (oder des Mondes?) im Radixhoroskop anhand der Würdentabelle und der Stellung.
[...]
b) Würdenplaneten der Sonne oder des Mondes im Radixhoroskop ermitteln und im Voll- oder Neumondhoroskop nachsehen, welcher Aspekt (egal welcher) die Planeten, die in Würde stehen (egal welche) als nächstes zustandekommen?
Das habe ich anders verstanden: die
Untersuchung der Würden richtet sich
auf den Grad des bestimmten Lichtes
in der Syzygie, also dem Neu- oder
Vollmondhorskop.

Die Aspektsuche erfolgt dann im Radix-
horoskop.

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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von cazimi » Mo 19. Mär 2018, 07:42

Guten Morgen,
@ Max
Das habe ich anders verstanden: die
Untersuchung der Würden richtet sich
auf den Grad des bestimmten Lichtes
in der Syzygie, also dem Neu- oder
Vollmondhorskop.

Die Aspektsuche erfolgt dann im Radix-
horoskop.
Genau so gehe ich vor. Rita und Traumprinz haben das sehr gut verstanden.

@ Stefan,
Wenn eines der Lichter im Radix in Konjunktion zu einer Achse steht, dann ist dieses Licht der Animodar und man verfährt gar nicht weiter, sondern wenn der Orbis klein genug ist, stimmt die Geburtsuhrzeit des Radix.
5. Wenn das nicht der Fall ist, suche ich die nächste Konjunkltion der Planeten, die im SAN Würde besitzen. Der nächste Aspekt gewinnt
Die Konjunktion ist die erste Option und vorallem für die Lichter. Aber auch sonstige Hauptaspekte der Lichter wie Trigon, Quadrat und Sextil haben Vorrang.

Sollten diese Aspekte nicht gegeben sein, werden die festgestellten Planeten untersucht. Hier kommen aber alle Aspekte zum Tragen. Konjunktion, Trigon, Quadrat,Halbsextil, Halbquadrat, Quintil, Eineinhalbquadrat, Biquintil und Qiuncunx.

Der so gefundene Animodar wird zur Korrektur verwendet. Die Achsen werden so bewegt bis sie einen gradgenauen Aspekt zum Animodar bilden. Diese Gradzahl sollte dann die genaue Geburtszeit sein.

Am Beispiel von Stefan steht SAT nahe am AC. Die korrigierte Geburtszeit wäre demnach 9.09 Uhr bzw. 9.08 Uhr.

Wobei ich hier dazu neige die zeitnahe liegendere VEN, die den AC durch Halbquadrat aspektiert zu verwenden.
Gradgenau wird dieses Halbquadrat nach 0,3 Grad. Womit die Geburtszeit stimmen würde.
Meine Meinung ist, je exakter ein Aspekt schon ist, diesen zu verwenden.
Andererseits hat SAT die meisten Würden.

Bei dieser Methode besteht nicht unbedingt Einigkeit.Leider sind die Überlieferungen nur verstümmelt vorhanden.

Ich persönlich finde sie halt interessant, vorallem, wenn ich sie mit der Geburtszeitkorrektur der TPA, hier von Rita, immer wieder sehr verständlich vorgestellt, vergleiche, konnte ich Übereinstimmigkeiten in der Uhrzeit feststellen.

Grundsätzlich sollten, so sehe ich das, nur Geburtszeitkorrekturen vorgenommen werden, wenn sich eine erhebliche Änderung der Radix ergeben sollte wie z.B. wenn sich der AC oder sonstige Häuserspitzen auf einem Übergangsgrad befinden oder der Native nur eine ungefähre Zeit weiß. Aber auch bei ganzen Stunden wie exakt 12.00 oder 12.15, 12.30 usw. ist meines Erachtens eine Überprüfung der Geburtszeit angezeigt.

Als Nachtrag:
Es werden sogar Fixsterne zur Korrektur verwendet, so diese den AC oder MC konjugieren. Herausragend ist hierbei der Fixstern Regulus bei bekannten Persönlichkeiten wie Trump. Frau Merkel hat Spica auf dem MC. Das nur so nebenbei.

Eine schöne Woche an Alle.

Grüsse
Cazimi

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Geburtszeitkorrektur nach der Animodar-Methode

Beitrag von vergnuegt » Mo 19. Mär 2018, 12:57

Hallo Cazimi, :)
hallo zusammen, :)

herzlichen Dank für Deine ausführliche Erklärung, Cazimi! Hoffe, die Zahnschmerzen sind verschwunden.

Alles Gute!

Liebe Gruesse
Stefan

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