Uns geht es gut!? - NDS wünschen sich subjektive Leserbriefe

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GreenTara
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Uns geht es gut!? - NDS wünschen sich subjektive Leserbriefe

Beitrag von GreenTara » Fr 19. Jan 2018, 12:51

Hallo zusammen :)

die Nachdenkseiten interessieren sich dafür, ob es uns tatsächlich so gut geht, wie Politik und Medien ausdauernd behaupten. Redakteur Jens Berger stellt seine subjektive Sicht der Lage vor und ermuntert, per Mail die eigene Sichtweise zu schildern:
„Uns geht es doch gut“ – Zeit für eine subjektivere Sicht

Es ist offenbar nicht sonderlich hilfreich, diese Frage anhand von Statistiken zu erörtern. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, weiß ja auf rationaler Ebene ohnehin schon, dass unser Glaubensbekenntnis Unsinn ist; sonst wäre es ja auch kein Glaubensbekenntnis, denn an Dinge, die man weiß, muss man ja nicht glauben. Der Erfolg des Wohlfühl-Mantras liegt wohl eher auf der emotionalen Ebene. Daher sollte man auch gar nicht erst versuchen, diese Fragen objektiv zu beantworten. Seien auch Sie ruhig einmal gnadenlos subjektiv und schreiben uns, wie Sie diese Fragen für sich selbst beantworten. Ging es uns wirklich nie besser? Geht es uns wirklich so gut?
Schöne Grüße
Rita
»Menschliche Reife ist das Richtige zu tun, selbst wenn es die Eltern empfohlen haben.«

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cazimi
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Uns geht es gut!? - NDS wünschen sich subjektive Leserbriefe

Beitrag von cazimi » Sa 20. Jan 2018, 07:38

Guten Morgen liebe Rita,

vielen Dank für diese nachdenkliche Seite.
Bin wirklich auf Sonntag gespannt

Gruß
Cazimi

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Beitrag von GreenTara » Di 23. Jan 2018, 13:22

Hallo zusammen :)

für diejenigen, sie sich für ein Teilergebnis der NDS-Umfrage interessieren: Jens Berger hat ca. 40 der unzähligen Zuschriften in einem PDF-Dokument zum Herunterladen zusammengefasst:

„Uns geht es gut?“ Ein publizistischer Stich ins Wespennetz

Man sieht, man kann die Menschen eben doch nicht unbegrenzt einseifen. :cool:

Liebe Grüße
Rita
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Beitrag von vergnuegt » Di 23. Jan 2018, 14:27

Hallo zusammen,

das ist wieder eine der Fragen, wo man gerne in die Falle "Früher war alles besser ..." tappt. Ich stelle es ja auch an mir fest, dass man mit zunehmendem Lebensalter grundsätzlich die Möglichkeit besitzt, zwanzig, dreißig Jahre zurückzublicken - als ich 20 Jahre alt war, habe ich eher nach vorne geblickt - denn es gab für mich keine 20, 30 Jahre zurück :) Und das (psychologisch nachweisbare) Ergebnis ist, dass wir die Vergangenheit immer gerne verklären - auch ich tue das ;)

Man kann das Ganze natürlich an gesellschaftlichen Entwicklungen (z. B. Einkommen, Bildung, Familienkonstellationen, etc.) festmachen. Auf dem Arbeitsmarkt hat sich zwar viel verändert, auch zum Negativen (das neue "Proletariat" sind heute z. B. die Mitarbeiter der Logistikunternehmen Hermes, etc.). Früher - und das vergisst man gerne - waren es die sogenannten "Anlernberufe": als Hauptschüler mußte ich seinerzeit mehrere Male zum Thema "Soll ein Mädchen eine Ausbildung machen oder einen Anlernberuf ergreifen?" Stellung nehmen.

Klar - wir können uns natürlich mit dem Thema befassen und das machen natürlich auch ganz viele Menschen. Und es vergeht kein Tag, wo dieses Thema nicht hundertfach in den Medien aufgebauscht wird. Allerdings hat es zu allen Zeiten Ungleichheit gegeben und es wird auch in Zukunft Ungleichheit geben, denn wir sind nicht alle mit den gleichen Fähig- und Fertigkeiten ausgestattet, mit dem gleichen familiären Hintergrund, etc.

Für mich ist die Frage, ob es mir gutgeht, nicht mit materiellem Wohlstand oder "Gerechtigkeit" (selbst die Gerechtigkeitstheorien haben es noch nicht geschafft eine Theorie zu entwickeln, wo nicht sofort der Haken "Ja aber ... " dahinersteht) sondern wortwörtlich mit Gesundheit verknüpft. Ich habe immer von wenig Geld gelebt, auch von Hartz IV, aber für mich war immer meine subjektive Zufriedenheit und nicht das, was andere hatten, ausschlaggebend. Nur ich selbst kann dafür sorgen, dass es mir gutgeht - und das finde ich nur in mir. Je mehr ich mich nach außen begebe, je mehr ich mich damit identifiziere, vor allem vergleiche, desto unzufriedener muß ich werden.

vergnuegt

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Beitrag von GreenTara » Mi 24. Jan 2018, 15:11

Hallo vergnügt :)

danke für deinen Beitrag. Ich gestehe, ich habe auf eine Antwort wie die deine gewartet. Nicht, weil ich sie nicht weitestgehend teile, sondern weil es ja ausdrücklich um subjektive Wahrnehmungen ging, als Jens Berger seinen Aufruf startete. Als Ökonom weiß er genau, dass Statistiken eben nicht alles sagen und es ging ihm ausdrücklich um die Differenz zwischen scheinbar objektiven Werten und der persönlichen Wahrnehmung in der Leserschaft.
Ich habe immer von wenig Geld gelebt, auch von Hartz IV, aber für mich war immer meine subjektive Zufriedenheit und nicht das, was andere hatten, ausschlaggebend. Nur ich selbst kann dafür sorgen, dass es mir gutgeht - und das finde ich nur in mir. Je mehr ich mich nach außen begebe, je mehr ich mich damit identifiziere, vor allem vergleiche, desto unzufriedener muß ich werden.
Das stimmt, dennoch weiß ich von mir selbst, dass ich mich in jeder Lebenslage einrichten kann. Um es überspitzt zu formulieren: ich war in der Lage, mir Hartz IV schön zu reden und ich war in der Lage, einen relativ guten Verdienst zu "genießen". Welchen Preis ich für beides zahlte, wurde mir erst richtig deutlich, als ich aus all diesen Hamsterrädern aussteigen konnte. Sowohl Hartz IV mit seinen Repressionen als auch das Arbeitsleben mit seiner steigenden Arbeitsverdichtung "macht" etwas mit einem. Und die Floskel "es geht mir / uns gut" dient vor allem dazu, an der Oberfläche des Befindens zu bleiben. Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht und ich eine ernsthafte Antwort formuliere, dann wird das spürbar: Es wird gar keine ernsthafte Antwort erwartet, sondern ein "es geht mir (ganz) gut" und um Himmels Willen nichts Störendes, auf das man reagieren müsste, und ich spüre selbst, dass es gar nicht so einfach ist, eine Auskunft über mein Befinden zu geben, weil ich dem ja erst einmal innerlich "nachgehen" muss, wenn ich nicht mit einer Floskel antworten will.

Daher ist das Merkel-Mantra "Deutschland geht es gut" oder "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" nichts weiter als eines der Merkelschen Narkotika. Denn wenn man dagegen hält oder halten will, ohne Sprechblasen abzusondern, muss man ganz schön ausholen, um diese Behauptung abzuschwächen oder zu widerlegen oder aber auch, um sie zu belegen.

Meine Kritik setzt schon bei "Deutschland" an: Wer oder was ist "Deutschland"? Hat dich oder mich jemand gefragt, ob du oder ich Deutsche sein wollen? Nee, wir sind es von Geburt an, ohne eine Wahl zu haben. Wer ist gemeint, wenn Merkel "wir" sagt? Ich habe es noch nicht herausgefunden. Nicht, dass völlig unzufrieden oder vergnatzt bin, ich bin auch keine schlecht gelaunte Alte, die meint, dass früher eh alles besser war. Dennoch fühle ich mich nicht angesprochen von dem vereinnahmenden "Wir". Mir gefällt es kein bisschen, dass mein sehr gut ausgebildeter Freund keinen angemessenen Job findet, sondern sich mit zwei Arbeitsverträgen durch die Gegend hangelt. Es gefällt mir nicht, dass mein Sohn keine Chance mehr sieht, eine Familie zu gründen wegen der ständigen mit befristeten Arbeitsverträgen "verzierten" Arbeitslosigkeit und der damit einhergehenden existentiellen Unsicherheit. Es gefällt mir nicht, dass ich nach einem langen Berufsleben mit einer Rente abgespeist werde, die eine Unverschämtheit ist. Und - die nebenher bemerkt - für diese Rentenart und speziell für eine Frau - noch halbwegs ordentlich ist im Vergleich zum Durchschnittsbetrag bei EM-Renten. Für diese Brosamen habe ich fast 40 Jahre hart Vollzeit gearbeitet, mit Zusatzqualifikationen, Schichtdienst und Ähnlichem mehr neben Kindern, Ehemann, Haus. Nee, das ist ganz und gar nicht in Ordnung, wenn gleichzeitig Konzerne immer höhere Gewinne einfahren und immer höhere Dividenden ausschütten, was sienur deshalb können, weil die die meisten Mitarbeiter wie Zitronen auspressen - physisch und psychisch.

Diesen Blick auf die Situation will ich mir erlauben und ich tue es auch, ohne darüber in Verzweiflung zu geraten. Denn ich finde nichts dabei, wenn ich mir wünsche, dass Menschen die Früchte ihrer Arbeit ernten sollen, ohne dass andere sie über die Maßen auspressen, drangsalieren, in existentieller Angst halten und ich erlaube mir, verärgert darüber zu sein, wenn dann ständig davon geschwätzt wird, dass "die Menschen" ja dies und jenes wollten und erwarten würden und man von politischer Seite her dafür sorgen wolle.

Natürlich ist auch dieses Gesabbel ein alter Hut und eine bewährte Taktik der Eliten. Was aber nicht dagegen spricht, Gesabbel als das zu bezeichnen, was es ist und bei passender und unpassender Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass man diese Sabbelei nicht ernst nehmen sollte, denn bekanntlich höhlt steter Tropfen den Stein respektive die Denkmuster. Da muss man/frau schon halbwegs beisammen sein, um diese nicht in größerer Menge unhinterfragt zu übernehmen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ab und an will ich mich aufregen. Mich motiviert das ungemein, vor allem steigert es mein Denkvermögen. ^^

Schöne Grüße
Rita
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Paul Watzlawick

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Beitrag von vergnuegt » Mi 24. Jan 2018, 18:13

Liebe Rita,

ja, es ist ein Vorzug, aus den Hamsterrädern aussteigen zu können, auf jeden Fall, da stimme ich Dir zu. Danach wird das Leben auf jeden Fall einfacher, vielleicht nicht finanziell, aber man hat auf jeden Fall seine Ruhe vor Arbeitsagentur, Arbeitgebern, etc.

Die Sicht der Menschen ist aber heute: ich bin nur etwas wert, wenn ich einen Beruf (ein Haus, eine Frau, einen Hund, ... vor allem immer das neueste Smartphone) habe. Und wenn irgendetwas ist, hat sofort der Staat einzugreifen und die "Ungerechtigkeit" zu beseitigen - so funktionieren Menschen - und damit Medien - heute, sie stürzen sich begierig auf solche Dinge. Was wir als Nachrichten bekommen, wird inzwischen über einige, wenige Agenturen vermittelt, die nur das filtern, was sie wollen. Oder Teile des Privatfernsehens: man zeigt Doofen, dass es noch viel Dümmere gibt. Das ist ein System, das gut funktioniert - nicht, weil es der Reatät entspricht, sondern weil die Mehrheit es so will.

Eine Frau Merkel ist nur Ausdruck eines (neuen) Politikverständnisses des "coolen Verwaltens": ehrliche, dem Gewissen verpflichtete Auseinandersetzungen sind nicht ihr Ding (und auch nicht die der heutigen Politikergeneration), sondern eher Machterhalt. Sie ist auch noch "alternativlos", es gibt keinen Gegenentwurf.

Es hat mich niemand gefragt, ob ich Deutscher sein will, ob ich den Euro will, ob ich den Nato-Doppelbeschluß der 80er Jahre will, ...

Natürlich ist das Merkelsche "Uns geht es gut" einerseits natürlich ein Mantra, das ihre Position stärken soll, andererseits stimmt es natürlich insofern, wenn wir die "richtigen" Vergleiche anstellen: eine Milliarde Menschen ist z. B. jeden Tag auf der Suche nach frischem Trinkwasser. Insofern geht es uns natürlich gut :)

Andererseits haben wir natürlich eine Situation, die political correctness in den Mittelpunkt stellt: würden, wie 1789 in Frankreich, Köpfe rollen, sähe die Welt anders aus. Aber das ist ja barbarisch, jeder Täter ist ja heute automatisch Opfer, weil man ist ja aufgeklärt, die Strafen sind sehr gering, die Rückfallquoten extrem hoch. Aber alle Täter wissen: ich muß nur ein paar Tränchen weinen und dann komme ich nach zwei, drei Jahren wieder raus.

Ich will mich - im Gegensatz zu Dir - darüber nicht mehr aufregen, es motiviert mich keinesfalls :). Es hat in der Vergangenheit keine Veränderung gegeben, es findet keine Veränderung in der Gegenwart statt - also muß ich mich nicht durch die (gezielt gelenkten) Nachrichten runterziehen lassen (übrigens: es passieren auch so viele positive Dinge auf der Welt - aber es wird natürlich immer nur über die negativen geredet).

Was mir eher Sorgen macht, sind die große Anzahl von Menschen, die die Zeit haben, sich im Internet gegenseitig anzupöbeln, zu beleidigen, herabzusetzen und noch Schlimmeres. Das sind nicht diejenigen, die bei RTL2 versumpfen, sondern diejenigen die sich auf Newsportalen zum Beispiel herumtreibern und sagen: "Wenn der andere nicht meine Meinung teilt, ist er oder sie ein ***". Das ist eigentlich das, was mich eher beunruhigt: dieses "Ich tue das, weil ich es will!" und setze mich damit über alle Regeln (Gesetze, Verordnungen, ...) hinweg. Klar, kann man das als unbewußt bezeichnen, aber es ist natürlich auch gefährlich. Und solche Leute gibt es immer mehr. Und ich habe festgestellt: das würde mich noch viel mehr herunterziehen, wenn ich dem Aufmerksamkeit in meinem Leben schenken würde.

Liebe Grüße vergnuegt

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Beitrag von GreenTara » Fr 2. Feb 2018, 11:05

Hallo vergnügt :)

jetzt hatte ich beinahe auf die vergessen. Bitte entschuldige.

Im Großen und Ganzen schätzen wir die Lage ähnlich ein. Und es stimmt:
Es hat in der Vergangenheit keine Veränderung gegeben, es findet keine Veränderung in der Gegenwart statt - also muß ich mich nicht durch die (gezielt gelenkten) Nachrichten runterziehen lassen (übrigens: es passieren auch so viele positive Dinge auf der Welt - aber es wird natürlich immer nur über die negativen geredet).
Nein, es hat keine tiefgreifende Veränderung gegeben, wenn, dann temporäre Verbesserungen oder Verschlechterungen für das "gemeine Volk". Die Nachrichten, die man uns serviert, sind Propaganda. Neulich brachte es jemand treffend auf den Punkt: Ein Journalist lobte Macron über den grünen Klee und der "jemand" machte den Vorschlag, sich vorzustellen, die nordkoreanische Nachrichtensprecherin würde diesen Text verlesen. Man würde diese Lobhudelei sofort als Propaganda entlarven.
Ich will mich - im Gegensatz zu Dir - darüber nicht mehr aufregen, es motiviert mich keinesfalls :).
Menschen sind verschieden. :) Wenn mir etwas querliegt, dann fange ich an, nach Informationen zu graben. Dabei kommt manchmal sehr Erstaunliches heraus. Im letzten Winter hat mir sehr vor einer anstehenden Reha gegraust und so habe ich begonnen, mich mit marxistischen Vorträgen abzulenken. Das Resultat war erstaunlich: Die in diesen Vorträgen gepflegte Sichtweise auf die derzeitigen Verhältnisse hat einiges in meinem Köpfchen zurechtgerückt und mich auf eine eigenartige Weise getröstet und befriedet. Dadurch ging und geht es mir in der Tat besser. :yes:

"Uns" geht es gut - ja, materiell und strukturell geht es uns gut. Dass es "uns" psychisch gut geht, davon bin ich sogar nicht überzeugt. Die von dir angesprochenen Pöbeleien - real und virtuell - scheinen eher als Ventil zu fungieren. Irgendwo muss der Druck ja hin, der entsteht, wenn mensch von vorn bis hinten "verwertet" wird; sogar noch im Sterben (Organspenden).

Es scheint der Vorteil des Alters zu sein, all dies sehen und klar benennen zu können und trotzdem nicht unglücklich zu sein. Zumindest erlebe ich es so. Ich rege mich zwar auf, aber tief innen ist alles ruhig und in bester Ordnung.

Liebe Grüße
Rita
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